17 Büros durchsucht - Ermittlungen auf Hochtouren

17 Büros durchsucht - Noch kein Haftbefehl gegen Mehmet Göker

Kassel. Die Ermittlungen gegen den Ex-MEG-Chef Mehmet Göker und befreundete Versicherungsmakler haben offensichtlich einen neuen Schub bekommen. Sie laufen auf Hochtouren.

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Unter anderem wird Göker Untreue und Betrug vorgeworfen. In letzter Zeit wurden 17 Maklerbüros in ganz Deutschland durchsucht - Kasseler Niederlassungen waren nicht dabei. Einen Haftbefehl gegen Mehmet Göker gibt es aber noch nicht.

Sebst wenn man einen Haftbefehl vorbereiten würde, sage man das nicht öffentlich, erklärt der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Hans-Manfred Jung: „Das soll dann Herr Göker live erleben“.

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Vor genau elf Tagen ließ die Kasseler Staatsanwaltschaft 17 Büros und Wohungen durchsuchen. Der Verdacht: Dort hat Mehmet Göker Personen sitzen, über die er nach wie vor privaten Krankenversicherungen verkauft. Grundlage dazu ist der frühere Datensatz der MEG, der Adressen von potenziellen Kunden enthält. Diesen Datensatz, so die Vermutung der Staatsanwaltschaft, habe sich Mehmet Göker nach der MEG-Insolvenz zu Unrecht angeeignet, um damit weiter Geschäfte zu machen. Dies stelle einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb dar.

Da der Datensatz wegen der Adressen potenzieller Kunden wertvoll ist, müsste er eigentlich auch zur MEG-Insolvenzmasse gehören. Göker steht sio außerdem in Verdacht, ihn der Insolvenzmasse entzogen zu haben.

Bei den Durchuchungen wurde umfangreiches Material - elektronische Daten und auch Papierakten - beschlagnahmt. Das werde jetzt ausgewertet, heißt es bei der Staatsanwaltschaft.

Mehmet Göker sagte uns dazu am Telefon, seines Wissens nach hätten keine Durchsuchungen stattgefunden. Er habe mittlerweile seine Zelte in Kassel vollständig abgebochen und sei in der letzten Woche nach München umgezogen. Dort arbeite er als Unternehmensberater.

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