Beim Pokalspiel KSV Hessen Kassel gegen Fortuna Düsseldorf werden nur Aufstellung und Ergebnis gezeigt

Neue Videowand im Auestadion: Tore werden beim Pokalspiel noch nicht gezeigt

Gestochen scharfes Bild: Auf der 72 Quadratmeter großen Videowand ist Markus Othmer zu sehen, der bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften im Auestadion moderierte. Archivfoto:  Fischer/nh

Kassel. Als Hammerwerferin Betty Heidler vergangenes Wochenende mit 76,04 Metern so weit wie noch keine Athletin zuvor bei deutschen Titelkämpfen im Kasseler Auestadion warf, da wurde dieser hervorragende Versuch in Wiederholung gezeigt: auf der 72 Quadratmeter großen Videowand.

Die war speziell für die Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Kassel für 400.000 Euro angeschafft worden. Die Videowand mit ihren gestochen scharfen Bildern begeisterte die Zuschauer im Stadion.

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Am kommenden Sonntag, 31. Juli, kommt die Videowand zum ersten Mal bei einem Spiel des KSV Hessen Kassel zum Einsatz. In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals spielen die Löwen gegen den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf. Tore, die bei dieser Begegnung fallen werden, können allerdings noch nicht auf der Videowand in Wiederholung gezeigt werden, sagt KSV-Sprecher Torsten Pfennig.

„Bei dem Projekt Videowand stecken wir noch in den Kinderschuhen“, sagt Pfennig. Deshalb werde man am Sonntag nur die sogenannte Basis-Version auf der Wand anbieten: Die Aufstellung der Mannschaften und der Spielstand werden angezeigt. „Möglicherweise bieten wir noch eine Überraschung“, sagt Pfennig.

Fotos: Auestadion bekommt Videowand

Auestadion bekommt Videowand

Schritt für Schritt wolle man in den nächsten Monaten gehen, um die Videowand dann bei Spielen verstärkt zu nutzen, sagt der KSV-Sprecher. Wie aufwändig eine professionelle Bespielung der Wand ist, macht Pfennig an den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften deutlich. Da hätten ARD und ZDF die Bilder geliefert, 15 Mitarbeiter seien zudem erforderlich gewesen, um die Bilder auf die Wand zu bringen. Die Videowand wird von einem Rechner in der Sprecherkabine bedient. Pfennig macht zudem darauf aufmerksam, dass es vom Deutschen Fußballbund (DFB) Vorgaben gebe, wie die Videowand während eines Spiels benutzt werden darf.

Für die Bespielung der Wand ist jeweils der Veranstalter zuständig, sagt Hans-Jürgen Schweinsberg, Sprecher der Stadt Kassel. Jeder, der die Wand nutzen will, muss selbst Kameras mitbringen und im Stadion filmen.

Die Stadt Kassel als Eigentümerin des Auestadions habe über deren Nutzung im Vorfeld Gespräche mit dem Land Hessen und dem KSV geführt, die sich beide an der Finanzierung der Wand beteiligt haben. In einem Vertragswerk, das bis Ende September fertig sein soll, wird unter anderem festgelegt, dass der KSV die Videowand zehn Jahre lang nutzen kann, ohne dafür zu zahlen, sagt Schweinsberg. Andere Veranstalter, die die Videowand zum Beispiel bei Konzerten bespielen wollen, müssen eine Miete entrichten. Die Höhe sei bislang noch unklar.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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