Zukunftskonferenz

Konzept für mehr Wohnqualität im Kasseler Osten gefordert

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Joseph-von-Eichendorff-Schule in Bettenhausen

Kassel. Die Joseph-von-Eichendorff-Schule in Bettenhausen kämpft ums Überleben. Dabei könnte sie kultureller Mittelpunkt für den gesamten Kasseler Osten werden.

Die Schüler könnten dabei über ihre Eltern den Kontakt zu Bewohnern vermitteln, die man bisher nicht erreiche, sagte Martina Moritz. Sie gehörte am Wochenende zu den Bürgern, die auf Einladung der Stadt Kassel in Arbeitsgruppen ihre Ideen einbrachten.

Waldau, die Unterneustadt, Bettenhausen und das Forstfeld haben viele Potenziale. Die lassen sich aber nur heben, wenn die wenigstens ebenso vielen Baustellen abgearbeitet und ein schlüssiges Gesamtkonzept entwickelt werden, das für mehr Wohnqualität im Kasseler Osten sorgt. So lautete die Bilanz der Konferenz mit mehr als 100 Teilnehmern in der Eichendorff-Schule.

Wirtschaft

Bettenhausen habe eine bunte Vielfalt von Industrie- und Gewerbebetrieben, sagte Uwe Schlag von der Firma Hübner. Die schon positive Wirtschaftsentwicklung könnte seiner Ansicht nach noch besser sein, wenn die Brachflächen vernünftig genutzt würden. Außerdem müsse die Dresdner Straße ausgebaut werden. „Die ist jetzt schon häufig überlastet“, erklärte Schlag. Die Autobahnauffahrt Kassel-Ost müsse erhalten bleiben. Sie sei vor allem für Kleinbetriebe wichtig.

Verkehr

Die Verkehrsbelastung im Kasseler Osten müsse generell abgebaut werden, sagte der Stadtplaner Dr. Michael Frehn. Andererseits sollten die Verkehrsverbindungen zwischen den vier Stadtteilen und das Angebot für Radler und Fußgänger verbessert werden. In den Arbeitsgruppen wurde ein Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde für die Autobahn A7 vorgeschlagen, um den Lärm in den angrenzenden Wohnquartieren zu reduzieren.

Wohnen

Im Kasseler Osten fehle es barrierefreien Wohnungen und an Plattformen für soziale Kontakte. Die Heinrich-Steul-Schule sollte zu einem urbanen Treffpunkt ausgebaut werden, empfahl Timo Heyn (Arbeitsgruppe Wohnen). Der Nachbarschaftstreffpunkt der städtischen Wohnungsgesellschaft GWG im Forstfeld könne Vorbild für weitere sein, hieß es.

Jugendbeteiligung

Im August wird es ein Beteiligungsprojekt für Kinder und Jugendliche im Kasseler Osten geben. Im Frühjahr 2014 soll das Entwicklungskonzept für den Kasseler Osten fertig sein. (pdi)

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