„Nordstadt bewusst ausgesucht“

150 Teilnehmer demonstrierten gegen AfD-Veranstaltung

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Protest gegen Wahlkampfveranstaltung der AfD: 150 Teilnehmer bezogen vor dem Philipp-Scheidemann-Haus in der Kasseler Nordstadt Stellung.

Kassel. Gegen eine Wahlkampfveranstaltung der AfD richtete sich der Protest von 150 Demonstranten am Mittwochabend vor dem Philipp-Scheidemann-Haus am Halitplatz in der Nordstadt.

Die Polizei war mit großer Präsenz vor Ort. Die Teilnehmer der Demonstration geleiteten die Besucher mit lauten Pfiffen in den Saal. „Haut ab“-Rufe und „Verpisst euch“ schallten den AfD-Politikern entgegen.

Angemeldet hatte die Demonstration Junias Omollo, der in der Sozialistischen Alternative (SAV) aktiv ist. „Für mich ist es wichtig, ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen“, sagte Omollo. „Gerade am Halitplatz, wo Halit Yoskat vom NSU ermordet wurde.“ Die AFD wähle für ihren Auftritt bewusst diesen Ort aus, sagte auch Simon Aulepp, Stadtverordneter der Kasseler Linken.

Jörg Meuthen, Bundessprecher und Landtags-Fraktionsvorsitzender der AfD in Baden Württemberg, sprach auf der Veranstaltung im Philipp-Scheidemannhaus. Er erläuterte wie die AfD als Oppositionspartei Einfluss nehmen will. In seiner Rede sprach er sich eindringlich gegen „eine Islamisierung“ Deutschlands aus. „Ich möchte hier nicht vom Ruf des Muezzins geweckt werden. Ich möchte von Kirchenglocken geweckt werden“, sagte er. 

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