15 000 Besucher kamen zum Familientag des Achsenwerks von Mercedes-Benz

Der schafft fast alles: Der geländegängige Zetros.

kassel. Der schwere, geländegängige Mercedes-Lkw Zetros wühlt sich souverän durch ein tiefes Schlammloch, erklimmt ohne Schwierigkeiten einen steilen Hügel und saust hinab.

Ihm folgen mühelos ein wendiger Unimog und ein Geländewagen der legendären G-Klasse. Schwere Baustellenfahrzeuge der Typen Arocs und Actros kämpfen sich zwar ebenfalls durch Teile des schwierigen Terrains, die ganz kniffeligen Abschnitte des Parcours meiden sie aber – aus gutem Grund.

Diese Szenen spielten sich nicht in einem speziellen Erlebnispark ab, sondern auf einem Spielplatz für große Kinder, den das Mercedes-Benz-Achsenwerk in Kassel eigens für den Familientag aufgebaut hatte. Und der kam richtig gut an. Gut 10 000 Besucher – Beschäftigte, deren Familien und Freunde – folgten am Samstag der Einladung. Zur Abendveranstaltung kamen 5000 Gäste.

Familientag bei Mercedes-Benz: Mehr als 10 000 Menschen kamen am Samstag ins Achsenwerk. Einer der Publikumsmagneten war ein dreiachsiges G-Modell der Spitzenklasse. Fotos: Schachtschneider

In direkter Nachbarschaft zum Offroad-Bereich war ein weiterer Parcours aufgebaut, auf dem der Stuttgarter Autobauer unter anderem zeigte, wie seine Pkw Gefahren erkennen und diesen selbstständig ausweichen oder bremsen. Gleich dahinter hatte die Werksleitung Europas größtes mobiles Riesenrad und einen Spielbereich für die Kinder aufbauen lassen.

Das Familienfest ist ein Dankeschön an das 3100-köpfige Team und dessen Familien „für die tolle Leistung und die Entbehrungen infolge anstrengender Schichtsysteme“ sagte Werksleiter Ludwig Pauss. Das Werk arbeitet seit Jahren an der Kapazitätsgrenze. Zu sehen gab es ferner edle Autos aus Stuttgarter Produktion, historische Lastwagen, darunter ein altes Drehleiter-Fahrzeug sowie Henschel-Raritäten. Denn das Achsenwerk ist 1969 aus der Henschel-Lastwagen-Produktion hervorgegangen.

Ach ja: Werksbesichtigungen gab es natürlich auch. Entweder ungeführt auf eigene Faust, aber auf vorgegebenen Routen, oder in einer der fünf Bimmelbahnen, die im Minutentakt starteten – immer rappelvoll, der großen Nachfrage wegen. Kinder, Partner andere Familienangehörige und Freunde sollen ja den Arbeitsplatz der Daimler-Werker und die moderne Lehrwerkstatt der 150 Azubis kennenlernen. Auch das ist ein wichtiger Grund für den Familientag auf dem weitläufigen Areal in der Nordstadt.

Das Werk ist eines der größten seiner Art weltweit. Es fertigt jährlich 540 000 Transporter- und Lkw-Achsen, 200 000 Gelenkwellen, 90 000 Achsgetriebe und eine Reihe von Pkw-Komponenten. 

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