Heute kein weiterer Unterricht - Schüler sind genervt

Erneut Amokdrohung für Kasseler Reuter-Schule: Gebäude wurde evakuiert

Kassel. Schon wieder gab es am Mittwochvormittag eine Amokdrohung in der Kasseler Reuter-Schule. Wie die Polizei auf HNA-Anfrage bestätigte, hatte ein Anrufer mit Gewalt gegenüber der Schule gedroht.

Dieser Artikel wurde aktualisiert um 16.42 Uhr - Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Um jede Gefahr auszuschließen, hatten die Beamten die Schule geräumt und die angrenzenden Straßen gesperrt.

Beamte durchsuchten die Schule bis etwa 14.30 Uhr, auch Spezialeinheiten waren im Einsatz. Der Unterricht an der beruflichen Schule für kaufmännische Berufe fiel für den Rest des Tages aus. Das hatte die Polizei mit der Schulleitung abgestimmt. An der Berufs- und Fachoberschule werden tausend Schüler unterrichtet. Wie viele von der Räumung betroffen waren, stand zunächst nicht fest.

Dutzende Schüler hatten sich am Mittag ein Plätzchen zum Sitzen auf der Straße nahe der Schule gesucht, da sich ihre Sachen nach der Evakuierung noch in den Klassenzimmern befanden. Sie zeigten sich genervt von den Drohungen. „Ich denke, es ist ein Schüler, der für die Drohanrufe verantwortlich ist“, sagte ein 17-jähriger Berufsschüler, der anonym bleiben möchte. Er wäre sehr froh, wenn der Verantwortliche endlich gefasst würde, damit der Unterricht nicht mehr ausfallen muss. „Ich glaube, da ruft einer an, der keinen Bock auf Schule hat“, fügte eine 17-jährige Schülerin hinzu.

Polizei-Einsatz an der Reuterschule in Kassel: Erst in der vergangenen Woche hatte es eine Amokdrohung gegeben.   

Erst vergangenen Mittwoch hatte es eine Amokdrohung an der Berufsschule gegeben, was zu einem großen Polizeieinsatz geführt hatte. Damals ergaben sich keine Hinweise auf eine drohende Gefahr. Die Berufs- und Fachoberschule wurde wieder geöffnet, die Schüler mit Metalldetektoren beim Eintritt überprüft. Der Täter ist laut Polizei noch nicht gefasst. 

Ende Mai hatte ein anonymer Anrufer der Schule mit einer Bombe gedroht. Auch dieser Anrufer ist bis heute nicht überführt worden.

"Wir prüfen, ob es sich um den gleichen Täter handelt", sagte Polizeisprecher Matthias Mänz. "Wenn dem so ist, drohen nicht nur strafrechtliche Folgen, sondern auch hohe Kosten im fünfstelligen Bereich." 

Die Ermittler der Kripo hoffen, dass der Anrufer bei anderen Leuten mit seiner Tat prahlt und somit überführt werden kann. Zudem gebe es auch technische Mittel, um auf die Spur des oder der Anrufer zu kommen. Aus ermittlungstechnischen Gründen wolle die Polizei aber nicht detaillierter über dies Möglichkeiten sprechen.

Konkrete Hinweise auf den oder die Täter gebe es noch nicht. Die Möglichkeit eines Schülerstreiches sei zwar denkbar, zu diesem Zeitpunkt aber noch reine Spekulation, so Mänz.

Hinweise auf den Täter an die Polizei unter Tel. 05 61/9100.

Rubriklistenbild: © Yvonne Hoffmann

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