Feier jetzt in der Weinkirche

Auflagen nicht erfüllt: Eröffnungs-Party im Club Unten wird verlegt

Party wird in Weinkirche verlegt: Der Club Unten öffnet erst nach Start der documenta 14.

Kassel. Verwirrung am Donnerstag: Die groß angekündigte Dandy-Diary-Party anlässlich der documenta-Eröffnung am Freitagabend findet doch noch statt - nur nicht im Club Unten.

Weil Auflagen die Veranstaltung in der ehemaligen Tofufabrik verhinderten, wird sie nun in der Weinkirche stattfinden. Das teilten die Veranstalter auf Nachfrage der HNA mit. Ein Umstand, der für Aufatmen bei vielen Kasselern sorgen wird. Mehr als 1100 Menschen hatten schon ihre Teilnahme bei Facebook zugesagt, über 2600 sind interessiert.

Tief saß der Schock bei ihnen, als am Donnerstag in sozialen Netzwerken publik wurde, dass die Veranstaltung nicht in der ehemaligen Fabrik an der Wolfhager Straße stattfinden könne. 

Die Star-DJs Quid Haden, Lars Eidinger und Philip Mollenkott werden den Gästen nun bei freiem Eintritt in der Werner-Hilpert-Straße 22 einheizen. Für Andreas Störmer und Mathias Jakob, die im ehemaligen Produktionsgebäude den bekannten Club Unten neu eröffnen wollten, ist die Absage all ihrer Veranstaltungen am Wochenende aber ein Rückschlag. Ob die documenta-Veranstaltungen im Gebäude betroffen sind, ist noch nicht klar. Der Film von Véréna Paravel und Lucien Castaing-Taylor läuft in der Tofu-Fabrik, teilte auf HNA-Anfrage documenta-Sprecherin Maxie Fischer mit. Zum Konzert von "Peaches und Black Cracker" gab es am späten Donnerstagabend noch keine Information.

Andreas Störmer

Die Auflagen für eine Feier wie die mit dem auflegenden Schauspieler Lars Eidinger konnten nicht erfüllt werden. Es hapere wohl vor allem am Brandschutz – für eine Veranstaltung mit mehreren hundert Gästen ein elementares Sicherheitsmerkmal. „Der Katalog war zu umfangreich. Das haben wir in der kurzen Zeit leider nicht geschafft“, erzählt Andreas Störmer mit belegter Stimme, als er am Donnerstagnachmittag die Absage bekanntgibt. „Zudem wurde unser Bauantrag erst am 15. Mai genehmigt, wir hatten also wirklich nicht lange Zeit.“ 

In sozialen Netzwerken hat vor allem die Bekanntmachung auf der Facebook-Seite des Clubs Unten Enttäuschung ausgelöst. Nicht wenige hoffen, dass die Betreiber trotz all der Hürden möglichst schnell eröffnen.

Die Anforderungen seien seitens der Stadt offen kommuniziert worden, heißt es aus dem Rathaus. „Es gibt spezielle Gesetze für Versammlungsstätten, die wir mitgeteilt haben. Die Betreiber sind dann auf die Stadt zugegangen und haben gesagt, dass sie es nicht rechtzeitig schaffen werden“, sagt Stadtsprecher Ingo Happel-Emrich. Eine Abnahme des Gebäudes sei deshalb nicht erfolgt. Vor Störmer und seinem Team liegt in den nächsten Tagen und Wochen also noch sehr viel Arbeit.

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