Wiedereröffnung für Juni geplant

Aus ehemaliger Tofu-Fabrik in Kassel wird Club „Unten“

+
Neuer Standort: Der Club „Unten“ soll Anfang Juni wieder öffnen. Neues Domizil ist in der ehemaligen Kato-Tofufabrik.

Kassel. Eigentlich haben Mathias Jakob und Andreas Störmer gerade ein Hochgefühl – dennoch zieht es sie nach unten.

Konkret: In den Keller der ehemaligen Kato-Tofufabrik an der Wolfhager Straße. Dort soll Anfang Juni der Club „Unten“ wiedereröffnet werden.

„Jetzt darf es endlich raus“, teilen die Betreiber des Konzertladens mit. Länger als gedacht waren sie auf der Suche nach einem neuen Standort. Im Juni 2016 mussten sie ihren Konzert- und Partyclub im Kulturbahnhof schließen. Die Bahn hatte ihnen das Mietverhältnis gekündigt. „Wir dachten eigentlich, dass wir maximal drei Monate benötigen, um neue Räume zu finden“, sagt Mathias Jakob. Insgesamt habe man sich sieben Objekte angeschaut. „Es gab weniger Auswahl als gedacht“, so Jakob. Voraussetzung sei vor allem eine zentrale Lage gewesen. Die habe man nun mit dem Gebäude im Schillerviertel gefunden – nur einen Kilometer vom alten Standort im Kuba-Nordflügel entfernt.

„Wir sind sehr zufrieden, und der Club passt gut in das Schillerviertel, das gerade einen Umbruch erlebt. Da kann man was Gutes draus machen“, zeigt sich Jakob zuversichtlich. Am Konzept des Clubs soll sich nicht viel ändern. Man wolle weiterhin auf Elektro-Acts und lokale Bands setzen. Und auch die Nachwuchsförderung ist den Betreibern weiterhin ein großes Anliegen. Doch werden sich in dem Gebäude neue Möglichkeiten ergeben. So plane man einen Bürotrakt und einen Werkstattbereich. Auch eine kleine Bar soll es geben, die unabhängig vom Club „Unten“ öffnen kann, der sich wieder im Keller befinden wird und 200 Gästen Platz bieten soll.

Bis es so weit ist, haben die Betreiber noch einiges zu tun. Denn jetzt geht es an den Umbau. Und der wird einiges kosten. Jakob spricht von 20 000 bis 50 000 Euro. Neue Toilettenanlagen müssen eingebaut, Fluchtwege geschaffen und Lärmschutzauflagen erfüllt werden.

Auf Unterstützung setzen die Betreiber in Form von Spenden. Für das Projekt Club „Unten“ läuft ein Crowdfunding (Privatspenden per Internet). Knapp 4000 Euro haben sie darüber bereits eingesammelt. Mit dem Projekt befindet sich das „Unten“-Team auch im Wettstreit mit elf kulturellen Projekten – die sechs Projekte mit den meisten Unterstützern erhalten zusätzlich öffentliches Fördergeld von insgesamt 10.000 Euro.

Unterstützung für den Club „Unten“ im Internet.

Lesen Sie auch:

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.