Umwelt- und Gartenamt hat Grünkonzept vorgestellt

Baumbestand wird verdoppelt: Holländische Straße wird Allee

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Grün statt Grau: Das Konzept des Umwelt- und Gartenamtes sieht vor, in der Holländischen Straße langfristig 70 zusätzliche Bäume zu pflanzen. Vor allem eher triste Bereiche, wie hier zwischen Fichtnerstraße und Wiener Straße, sollen so aufgewertet werden. Unsere Fotomontage zeigt, wie es einmal aussehen könnte

Nord-Holland. Die Holländische Straße soll in den kommenden Jahren in eine Allee verwandelt werden. Ein im Ortsbeirat Nord-Holland vorgestelltes Grünkonzept des städtischen Umwelt- und Gartenamtes sieht vor, dass entlang der Hauptverkehrsstraße langfristig 70 neue Bäume gepflanzt werden.

„Wir möchten die Holländische Straße aufwerten“, sagte Ludger Röken vom Umwelt- und Gartenamt bei der Sitzung des Stadtteilgremiums. Neben dem Verkehrslärm beeinträchtige insbesondere fehlendes Grün das Wohlbefinden der Anwohner. Das Kasseler Planungsbüro Foundation 5+ hat deshalb im Auftrag des Amtes ein Konzept erarbeitet und neue Baumstandorte entlang der Straße ermittelt.

Um geeignete Baumstandorte zu finden, mussten die Landschaftsarchitekten zuerst den Verlauf sämtlicher unterirdischer Rohre und Kabel ermitteln. Schließlich benötige ein Baum rund zwölf Kubikmeter freie Wurzelfläche in der Erde, sagte Röken. Die Planer berücksichtigten zudem Einfahrten, Verkehr, Parkplätze, Gehwege und den Abstand zu Gebäuden. Aktuell wachsen zwischen Schenkebier Stanne und Holländischem Platz rund 70 Bäume – langfristig könnten es 140 sein. „Eine Verdopplung des Baumbestands ist realistisch“, sagte Röken, betonte aber: „Wir reden hier von Jahren, vielleicht Jahrzehnten.“

Im Zuge der Verbreiterung der Straßenbahnhaltestelle Hegelsbergstraße und der Verfüllung der Eisenschmiede-Unterführung seien bereits die ersten neuen Baumscheiben angelegt worden. „Im Herbst werden wir dort 17 Bäume pflanzen“, sagte Röken. Wann die nächsten neuen Baumstandorte in der drei Kilometer langen Straße erschlossen werden, hänge auch davon ab, an welchen Stellen künftig Bauarbeiten anstehen: „Bereiche, die vor kurzer Zeit erneuert wurden, wird man nicht einfach wieder aufreißen.“ Zudem spielt Geld eine entscheidende Rolle. Eine Baumscheibe inklusive Pflanzen kostet nach Angaben von Ludger Röken zwischen 2500 und 7500 Euro.

Welche Baumarten infrage kommen, hänge vom jeweiligen Standort ab. „Das kann eine schmale oder eine großkronige Art sein, wichtig ist, dass sie frosthart, hitzeresistent und salzunempfindlich ist“, sagte er. Das von den Ortsbeiratsmitgliedern wohlwollend aufgenommene Konzept sieht auch vor, neue Bäume in das Beuys-Kunstwerk „7000 Eichen“ zu integrieren.

Allerdings wird das Umwelt- und Gartenamt an der Holländischen Straße demnächst auch bestehende Bäume fällen. „Besonders die, die noch in den provisorischen Holzkübeln aus den 80er-Jahren wachsen, haben die Kübel oft schon durchwurzelt und sind teilweise nicht mehr standsicher“, sagte Röken. Diese Bäume würden jedoch ersetzt werden.

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