Neubau soll im Herbst 2021 fertig sein

Baustart für „Campus Carée“ an der Mönchebergstraße: Mehr Wohnraum für Studenten

Vor der Baustelle an der Mönchebergstraße stehen Benjamin Dietrich von der DGL Real Estate (von links), Architekt Tore Pape, Bauleiter Jens Krug und Marek Grimmelbein (DGL). Dort soll bis Herbst 2021 das Campus Carrée entstehen.
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Zufrieden mit dem Baustart: Benjamin Dietrich von der DGL Real Estate (von links), Architekt Tore Pape, Bauleiter Jens Krug und Marek Grimmelbein (DGL).

Kassel – Mehr Campusnähe geht nicht: An der Mönchebergstraße direkt gegenüber dem Uni-Gelände entsteht ein Neubau für studentisches Wohnen.

Mehr als 70 Studenten sollen dort ab dem Wintersemester 2021 ein Zuhause finden. Vor wenigen Wochen haben die Bauarbeiten für das Vorhaben begonnen. Verantwortet wird das Projekt unter dem Titel „Campus Carrée“ von der Firma DGL Real Estate aus Wolfhagen.

Gut sechs Millionen Euro soll der Neubau kosten, sagt Geschäftsführer Benjamin Dietrich. Darin entstehen 25 Wohneinheiten für Studenten mit insgesamt 70 Plätzen. Es sind ausschließlich Wohngemeinschaften geplant – von der Zweier- bis zur Siebener-WG. Dieser Teil des Vorhabens wird vom Land Hessen mit 2,3 Millionen Euro gefördert.

Darüber hinaus realisieren die Bauherren neun frei finanzierte Apartments. Sie sollen möbliert als sogenannte Boarding-Houses an Berufstätige mit längerem Aufenthalt in Kassel vermietet werden.

Die DGL Real Estate wird das Haus auch betreiben. Dabei sind laut Dietrich für die studentischen Bewohner moderate Preise von 250 bis 350 Euro Warmmiete vorgesehen.

Zum Komplex gehört auch das benachbarte Haus Nummer 6, das seit Längerem im Eigentum der Bauherren ist und bereits an Studenten vermietet wird. Auf dem Baugrundstück, auf dem sich früher eine Autowerkstatt und eine Lagerhalle befanden, wird nun ein u-förmiger Baukörper angefügt. In dessen Mitte soll ein begrünter Innenhof angelegt werden.

Apropos grün: Nachhaltigkeit ist den Bauherren wichtig, die ihre unternehmerischen Wurzeln im Bereich der Solarenergie haben. So wird auf dem Neubau eine Photovoltaikanlage entstehen, mit der rund zwei Drittel des benötigten Stroms für das Haus selbst erzeugt werden sollen. Zudem sollen den Bewohnern Mieträder und Carsharing angeboten werden, auch eine Ladesäule für E-Autos wird bereitgestellt.

Städtebaulich wird der Neubau im Wortsinn eine Lücke schließen, die noch aus dem Zweiten Weltkrieg stammt. Mit der Klinkerfassade wird dabei gestalterisch an das gegenüberliegende historische Gießhaus und das Sophie-Henschel-Haus angeknüpft, wie Architekt Tore Pape erläutert.

Der namensgebende Carrée-Effekt wird vor allem vom rückwärtigen Bereich erfahrbar: Dort werden breite Laubengänge, die auch als Wohnbalkone dienen, rund um das Gebäude führen. Bodentiefe Fenster sorgen für eine Öffnung zum Innenhof. „Wir wollen keinen 08/15-Apartments schaffen, sondern einen wertigen Lebensraum“, betont DGL-Geschäftsführer Dietrich.

(Werdende) Studenten, die hier ihr neues Zuhause sehen, können sich auf der Webseite des Unternehmens oder – zielgruppengerecht – auf Instagram bereits als Interessenten melden.

Hinweis: Die Webseite finden Sie unter campuscarree.de

Klinker-Optik: Der Neubau orientiert sich an den historischen Gebäuden auf dem Campus.

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