Aktivisten haben Villa in Beschlag genommen

Besetzte Villa Rühl: Uni Kassel setzt auf friedliches Ende

Kassel. Nach der Hausbesetzung der sogenannten Villa Rühl an der Mönchebergstraße hat die Universität die Initiatoren aufgefordert, die Aktion zu beenden und das Gelände friedlich zu räumen.

Dieser Artikel wurde aktualisiert um 18 Uhr - Wie berichtet, war am Samstag eine Gruppe in das leer stehende Gebäude eingedrungen und erklärte es für besetzt.

Die Villa Rühl gehört dem Land Hessen und wurde der Hochschule zur Nutzung übertragen. Gestern Nachmittag habe man „im Sinne einer Deeskalation“ das Gespräch mit den Hausbesetzern gesucht, heißt es in einer Stellungnahme der Hochschule.

Die Besetzer begründen ihre Aktion mit Protest gegen die Verteuerung von Wohnraum und gegen den Verlust kultureller Zentren in Kassel. Man unterstütze das Anliegen, dieses Thema in der Stadtgesellschaft zu platzieren, sagte Uni-Präsident Prof. Dr. Reiner Finkeldey. „Jedwede Vermittlung setzt allerdings voraus, dass der illegale Zustand schnellstmöglich beendet wird.“

Reklamieren die Villa für sich: Am Samstag sind Hausbesetzer in das Gebäude der Uni eingedrungen.

Ein Aufenthalt in dem Gebäude sei allein wegen des baulich schlechten Zustands nicht zulässig: Ein Teil des Geländes sei aus der Vergangenheit durch chemische Substanzen kontaminiert, dort führe man derzeit eine Bodensanierung durch, so die Hochschule. Sanitäre Einrichtungen seien nicht vorhanden, auch ungesicherte Elektroleitungen und andere bauliche Mängel seien Gefahrenquellen.

Die Universität betont, dass es ihr ein Anliegen sei, den Studierenden auch Räume zur Verfügung zu stellen, die diese selbst gestalten und nutzen können. So beginnt im Juli der Umbau eines alten Gottschalkgebäudes in ein Studierendenhaus für studentische Selbstverwaltung, Initiativen und Kulturangebote.

Rubriklistenbild: © Rudolph

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