Förderung für Sport- und Jugendeinrichtung in der Nordstadt um 15 000 Euro gekürzt

Boxcamp braucht Spenden

Pit Gräber

Nord-Holland. Das Boxcamp in der Nordstadt muss sich künftig durchboxen, um seine Arbeit für Jugendliche in gewohntem Umfang aufrechtzuerhalten. Hintergrund: Die Stadt Kassel hat die Zuschüsse für das Präventionsprojekt des Internationalen Bunds (IB) ab dem kommenden Jahr um 15 000 Euro gekürzt. Daher ist das Präventionsprojekt der offenen Jugendarbeit jetzt verstärkt auf Spenden angewiesen.

Pit Gräber, Leiter des Boxcamps und zugleich einziger hauptamtlicher Mitarbeiter, befürchtet, dass sonst das Boxcamp beispielsweise in Ferienzeiten länger schließen muss. „Da wir 2014 mit hohen finanziellen Einbußen konfrontiert sind und unsere ohnehin schon knappe Personalsituation darunter leiden wird, werden Schließzeiten sowie Einschränkungen des Angebotes unumgänglich sein.“ Bislang hat das Boxcamp durchgehend geöffnet, jeweils von Montag bis Freitag mit Ausnahme des Mittwochs, der als Bürotag dient. Laut Gräber kommen täglich 25 bis 30 Jugendliche in die Einrichtung an der Hegelsbergstraße. Im Jahr erreiche man mit dem Angebot so über 100 verschiedene Mädchen und Jungen.

Gräber hofft auf Spender und Sponsoren, um die fehlende städtische Förderung auszugleichen. Im Boxcamp, das 1999 von Lothar Kannenberg gegründet und seit 2000 vom IB getragen wird, geht es nicht in erster Linie um Boxen als Leistungs- und Wettkampfsport. Vielmehr sollen junge Menschen zwischen 12 und 25 Jahren bei Sport und Freizeitaktivitäten in einem drogen- und gewaltfreien Raum Selbstwert erarbeiten und Fähigkeiten wie Disziplin, Fairness, Ausdauer und Respekt verinnerlichen. Frei nach dem Motto: „O.-k.-Boxen statt K.-o.-Boxen: Gemeinsam stark für das Leben.“ (rud)

Kontakt: IB Boxcamp, Hegelsbergstr. 21 b, Tel. 0561/86 19 483, E-Mail: Pit.Graeber@internationaler-bund.de

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