Qualitäts-Offensive mit regionalen Zutaten

Chevy‘s in Kassel: Die Mutter aller Burgerläden besteht seit 25 Jahren

Burger-Bar Chevy‘s in Kassel: Inhaber Hoorang Sepehr mit einem Tom Petty‘s Club Burger
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Jetzt aus regionalen Zutaten: Inhaber Hoorang Sepehr hat an der Qualität seiner Burger geschraubt.

Die Burger-Bar Chevy‘s brachte erstmals Diner-Atmosphäre und Hamburger wie in den USA nach Kassel. Jetzt begeht das Lokal sein 25-jähriges Bestehen.

Kassel – Vor 25 Jahren gab es zwar schon Burger King und McDonald’s in Kassel. Wer aber damals keinen weichlichen Klops aus dem Fettpapier vertilgen, sondern einen Burger nach echter US-Art als Tellergericht genießen wollte, der kam am Chevy’s nicht vorbei. Die urige Diner- und Sportsbar an der Henschelstraße nahe der Uni war wohl das erste Lokal, das authentische Burger-Kultur nach Kassel gebracht hat.

Dazu trägt nicht zuletzt das Ambiente bei, das wie ein Filmset aus dem Nostalgiestreifen „American Graffiti“ wirkt: Knallrote Lackpolster-sitzbänke und Hocker im amerikanischen Diner-Stil der 50er, eine Jukebox und eine Gallonen-Zapfsäule sowie allerlei Retro-Reklameblechschilder aus den USA prägen das Bild. Das Vordach über dem Eingang besteht aus der Front eines alten Chevrolet Impala, dessen Frontlampen abends leuchten.

All das, in 25 Jahren gut eingewohnt, hat auf zahlreiche Stammgäste „noch immer einen Wow-Effekt“, sagt Inhaber Hoorang Sepehr. Er hat in dem Laden schon gejobbt, als er nebenan an der Uni Kassel noch Wirtschaftswissenschaften studierte. Als der Göttinger Chevy-Gründer vor 20 Jahren aufgeben musste, übernahm Sepehr gemeinsam mit seinem Bruder Human die Burger-Bar, zu der auch ein Biergarten gehört.

Was die Burger betrifft: Die haben sich inzwischen zum Gastro-Trend entwickelt und dem Chevy’s im Lauf der Jahre einige Konkurrenz beschert. Filialketten und kreative Einzelgastronomen bieten auch in Kassel ambitionierte Burger weit oberhalb des McDonald’s-Einerleis an.

Hoorang Sepehr hat daraus seine Konsequenzen gezogen. „Wir wollen nicht so billig wie möglich sein, nur weil hier viele Studenten in der Nähe sind“, sagt der 45-Jährige. Statt dessen hat er bei seinen Kernprodukten an der Quailität geschraubt: Das Angus-Rindfleisch für die Burgerpatties kommt seit diesem Jahr vom regionalen Premium-Zuchtbetrieb Stiens in Kaufungen, die Buns (Burger-Brötchen) lässt Sepehr vom Brotgarten in Kassel backen. Spare Ribs liefert die Fleischerei Reh aus Espenau, typisch Amerikanisches wie Coleslaw und Chili con Carne stellt die Küche im Chevy’s selber her. Die hochwertigeren Zutaten haben sich zwar etwas bemerkbar gemacht bei den Burgerpreisen, die sich mit Blick auf Mitbewerber aber sehr im Rahmen halten.

Ganz groß geschrieben werden im Chevy’s seit 25 Jahren auch Sport-Events: Dank Sky- und Dazn-Lizenzen werden regelmäßig Übertragungen von Bundesliga bis American Football gesellig zelebriert. „Der beste Tag des Jahres ist bei uns die Super-Bowl-Party“, sagt Sepehr. Dann wird im Chevy’s die Nacht jubelnd durchgemacht.

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