Studenten zufrieden nach Zeit der Provisorien

Wohnheim Max-Kade-Haus eingeweiht: „Die Lage ist unschlagbar“

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Blick über den Campus: Der Elektrotechnikstudent Jens Duru fühlt sich wohl in seinem Apartment im Max-Kade-Haus.

Kassel. Die 137 Studenten, die im neuen Wohnheim an der Moritzstraße auf dem Campus wohnen, haben täglich eine Großbaustelle vor der Tür. Das ist bald Geschichte.

Im eigenen Haus ist die Zeit der Provisorien und Bauarbeiter-Besuche aber langsam vorbei.  Nachdem im Oktober das Wohnheim gerade noch rechtzeitig zum Wintersemester belegt werden konnte, fand gestern die offizielle Eröffnungsfeier statt.

Die Lehramtsstudentin Alexandra Toman war eine der ersten, die in das nagelneue Wohnheim einzogen, und lebt dort inzwischen seit einem halben Jahr. „Die Lage direkt auf dem Campus und in der Nähe der Stadt ist einfach unschlagbar“, sagt die 19-Jährige. In ihrem 24-Quadratmeter-Apartment mit Kochnische und kleinem Bad habe sie alles, was sie braucht. Für 290 Euro Warmmiete.

Joanna Borree ist vor allem vormittags von ihrem Zimmer begeistert, wenn die Morgensonne durch die große Fensterfront hereinfällt. Weniger angetan sind die beiden Bewohnerinnen von der rückwärtigen, zur Gottschalkstraße gelegenen Fassade. Vor den offenen, Laubengang-artigen Fluren ist dort ein Maschendrahtnetz angebracht. „Ich kenne keinen hier im Wohnheim, dem das gefällt“, sagt die 20-Jährige. Hier will das Studentenwerk noch gemeinsam mit den Bewohnern Gestaltungsideen entwickeln.

Glas auf voller Front: Alle Apartments haben an der Ostfassade riesige Fenster. Über die Einweihung des Wohnheims freuten sich Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (von links), Anne Döring von der Max-Kade-Stiftung, Kassels Studentenwerkschefin Christina Walz und Uni-Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep.

Auch beim Internetempfang muss noch nachgebessert werden. Gerade in den Abendstunden, wenn viele Bewohner gleichzeitig surfen, komme man kaum ins Netz, berichten die Studenten. Gut vernetzt sind die Bewohner dafür persönlich. „Man kennt sich“, sagt Alexandra Toman. In den Gemeinschaftsräumen gebe es gute Möglichkeiten für Treffen, manchmal unternehme man auch gemeinsame Ausflüge.

Kassels Studentenwerkschefin Christina Walz bezeichnete den Bau des 8,9 Mio. Euro teuren Wohnheims als „Herkulesaufgabe“. Den Großteil der Summe trägt das Studentenwerk selbst. 485.000 Euro steuerte die amerikanische Max-Kade-Stiftung bei, nach deren Gründer das Haus zum Dank benannt wurde. Das Land Hessen stellte das Grundstück auf dem ehemaligen Gottschalkgelände zur Verfügung und gewährte ein zinsloses Darlehen.

Die Anwesenheit von Staatssekretär Ingmar Jung nutzte Uni-Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep, um für die Finanzierung des Umzugs der Naturwissenschaften vom Standort Oberzwehren an den zentralen Campus zu werben.

Wenn das Land die 175 Millionen dafür bereitstellt, bleibt der Baustellen-Ausblick vor dem Wohnheim noch locker zehn Jahre bestehen: Direkt gegenüber dem Max-Kade-Haus, entlang der Ahna, sollen die Gebäude für die Naturwissenschaften nach den Vorstellungen den Uni entstehen.

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