Stadt hat 20 Fälle seit 2016 registriert

„Ein Baumhasser am Werk“: Unbekannter fällt junge Bäume an Wiener Straße

Zwei junge Linden wurden abgesägt: Die Bäume waren an der Wiener Straße erst 2019 gepflanzt worden.
+
Zwei junge Linden wurden abgesägt: Die Bäume waren an der Wiener Straße erst 2019 gepflanzt worden.

Zum wiederholten Mal hat ein Unbekannter junge Bäume an der Wiener Straße gefällt. Anwohnerin Emilie Hubner hatte das Umwelt- und Gartenamt auf die Tat hingewiesen, die vermutlich am Wochenende geschah.

Nord-Holland - Die betroffenen, 2019 gepflanzten Krim-Linden sind nach Angaben der Stadt der 20. Fall einer mutwilligen Baumzerstörung innerhalb der vergangenen fünf Jahre.

Immer hatten es die Täter auf frisch gepflanzte Bäume abgesehen. Vermutlich, weil diese sich leicht fällen lassen.

Anwohnerin Hubner kann das Verhalten nicht verstehen. Sie könne sich nicht erklären, wieso es jemand auf die Bäume an der Wiener Straße abgesehen habe. Weil an der Straße vor allem Industrie angesiedelt sei und so keine Bewohner durch den Bewuchs tangiert seien, gebe es auch keine unmittelbare Betroffenheit. „Die Bäume standen niemandem im Weg“, sagt Hubner. Und dennoch war eine der beiden Krim-Linden bereits eine Nachpflanzung für einen Jungbaum, der 2018 auf die gleiche Weise zerstört worden war.

„Da ist ein Baumhasser am Werk. Manche quälen Tiere, andere die Natur. Ein anderes Motiv kann ich nicht erkennen“, sagt Hubner. Weil die Stämme fein säuberlich mit einer Säge abgeschnitten wurden, müsse man von einer geplanten Tat ausgehen. Die Wiener Straße sei am Wochenende kaum befahren. Erst recht nicht in der Nacht. Da habe sich der Täter wohl sicher gefühlt, seine Säge anzusetzen. Auch an der Heßbergstraße in Kirchditmold habe es schon derartige Fällungen gegeben.

Das Umwelt- und Gartenamt hat auch keine Erklärung für den Vandalismus. Die betroffenen Bäume seien vital gewesen, so ein Sprecher der Stadt. Es sei Anzeige bei der Polizei gestellt worden.

Laut Polizei handelt es sich um Sachbeschädigung oder einen Verstoß gegen das Naturschutzgesetz. Eine Häufung von Fällen lässt sich aus der Polizeistatistik nicht herauslesen. Allerdings würden im privaten Bereich derartige Taten meist nicht angezeigt, sagte Polizeisprecherin Ulrike Schaake. Nur extreme Beispiele würden in der Regel der Polizei bekannt. So hätten Unbekannte im Frühjahr 2020 junge Eichen und Tannen aus einem Waldstück zwischen der Hasenhecke und der Fuldatalstraße gerissen (Bastian Ludwig)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.