Gründungs- und Innovationszentrum

Endspurt am Science Park: 15 Jungunternehmen ziehen ein

Goldene Zeiten für Gründer: Im Science Park werden ab März nächsten Jahres junge Unternehmen mit Bezug zur Universität in das Gründungs- und Innovationszentrum auf dem Campus Nord einziehen. Derzeit finden noch Restarbeiten an dem 15,3 Mio. teuren Bau statt. Foto: Zgoll

Kassel. Das neue Nest für Kassels junge Gründer ist so gut wie fertig: Am Science Park auf dem Campus Nord laufen derzeit die letzten Arbeiten.

Zum 1. März 2015 sollen die ersten Mieter in das Innovations- und Gründungszentrum von Universität und Stadt Kassel einziehen. „Wir liegen in den letzten Zügen“, sagt Dr. Oliver Fromm, Geschäftsführer der Science Park GmbH. Derzeit werden noch Jalousien an die Glas-Aluminium-Fassade montiert, im Innern die Wasserhähne angebracht und andere Restarbeiten erledigt. Im neuen Jahr erfolge dann die aufwendige Bauabnahme. Der Zeitplan wird damit voraussichtlich eingehalten, die angepeilten Kosten von 15,3 Mio. Euro für den Bau werden laut Fromm voraussichtlich „geringfügig überschritten“. Genaue Zahlen könne er noch nicht nennen.

Etwa 15 Start-ups – also kürzlich gegründete Unternehmen – werden im Frühjahr einziehen. Damit wird der Science Park zum Auftakt zu 60 Prozent ausgelastet sein. „Wir hätten das Ding ohne Probleme vollkriegen können“, sagt Fromm. „Aber es geht darum, dass wir die Richtigen drin haben.“ Voraussetzung ist, dass es sich um Ausgründungen von Absolventen der Uni Kassel handelt oder um junge Unternehmen, die eng mit der Hochschule zusammenarbeiten.

Michael Neusüß und Christof Binder, Absolventen der Kunsthochschule, haben 35 Quadratmeter mit Blick auf den Nordstadtpark für ihre Zwei-Mann-Firma „Full Circle Design“ gemietet, die sie 2013 gegründet haben. Die beiden Designer haben sich spezialisiert auf Produkte, die ohne Abfall zu erzeugen wieder in den ökologischen Kreislauf zurückgeführt werden können, wenn sie ausgedient haben. Ihre Messe-Präsentationswände bestehen beispielsweise aus Gras und Zucker.

Neue Räume für innovative Design-Ideen: Christof Binder (links) und Michael Neusüß von der Firma „Full Circle Design“ freuen sich auf den Einzug in den Science Park.

Von ihrem Umzug aus dem Vorderen Westen auf den Uni-Campus versprechen sie sich eine bessere Vernetzung mit anderen Gründern. Auf das kreative Miteinander, aber auch auf Hilfe bei organisatorischen Problemen in der Gründungsphase freuen sich auch Alexandra Holz und Karsten Onderka vom Grafikbüro Sprengwerk.

Von Morschen im Schwalm-Eder-Kreis verlegt der Ingenieurdienstleiter K.E.S. (Konstruktion-Energie-Systeme) seinen Sitz in den Kasseler Science Park. „Wir haben die Nähe zu Innovation und Wissenschaft gesucht“, sagt Henning Happel. Der 31-jährige Maschinenbauabsolvent ist Geschäftsführer des fünfköpfigen Unternehmens auf Wachstumskurs, das mit der Hochschule schon jetzt bei Forschungsprojekten kooperiert und Plätze für Praktika oder Abschlussarbeiten anbietet.

Aufbruchsstimmung

Happel und seinen Kollegen gefallen nicht nur das Ambiente und der Ausblick der Büros auf das ehemalige Gottschalkgelände, das derzeit im großen Stil von der Uni bebaut wird. „Es ist ein tolles Gefühl, bei so einem neuen Projekt dabei zu sein und den Science Park mitzugestalten“, sagt Happel. Auch die Postadresse des neuen Firmensitzes wird etwas hermachen: Universitätsplatz 12.

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