13 frühere Henschelhäuser werden für 5,5 Mio. Euro saniert

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Frisch saniert: Die Häuser an der Fichtnerstraße sind bereits fertig. Insgesamt 13 der ehemaligen Henschelhäuser werden bis Mitte 2016 von der Unternehmensgruppe Kindler und Fries aus Hannover zu Studentenwohnungen umgebaut.

Nord-Holland. Die Fichtner-Oestmann-Siedlung in der Kasseler Nordstadt wird aufgehübscht: Ein Immobilien-Unternehmen aus Hannover hat 13 der ehemaligen Henschelhäuser an der Fichtner- und der Oestmannstraße gekauft und saniert sie für insgesamt 5,5 Millionen Euro.

Die Wohnungen - insgesamt sind es 120 - sollen vor allem an Studenten vermietet werden.

Zuletzt hatten die Häuser mehrfach den Eigentümer gewechselt, waren teils heruntergekommen, viele Wohnungen standen leer. Im Oktober vergangenen Jahres hat die Unternehmensgruppe Kindler und Fries aus Hannover die denkmalgeschützten Gebäude gekauft, die Anfang des 20. Jahrhunderts vom Lokbauer Henschel für seine Arbeiter errichtet worden waren. „Die schöne Architektur wollen wir wieder zur Geltung kommen lassen und das ganze Quartier aufwerten“, sagt Geschäftsführer Robin Kindler.

Privater Investor möbelt Häuser in Fichtnersiedlung auf: Robin Kindler in einer der erneuerten Wohnungen. Foto: Koch

Für ihr erstes Projekt in Kassel - das den Namen „Nordstadtquartier“ trägt - haben die Unternehmer die Wohnwert Kassel GmbH gegründet, über die sie die Wohnungen auch vermieten. In einem ersten Bauabschnitt sind bereits vier Häuser an der Fichtnerstraße komplett saniert worden. Dabei wurden auch die gesamte Haustechnik erneuert, das Haus von innen gedämmt und die Fenster ausgetauscht.

Die Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sind mit Einbauküche, Bad, Internet und Kabelfernsehen ausgestattet. Im Keller soll ein Waschraum mit Münzautomaten eingerichtet werden. Im Innenhof ist ein großzügiger Garten mit Tischtennisplatten, Basketballkorb und kleinem Grillplatz entstanden. Nur das Gras muss noch wachsen. Auch Auto- und Fahrradstellplätze sind vorhanden. „Die Lage nur vier Haltestellen von der Uni entfernt ist ideal für Studenten“, sagt Kindler.

Im September sollen die ersten Mieter einziehen. Die größeren Wohnungen sollen auch an WGs vermietet werden, der Preis pro Zimmer beträgt 250 Euro. Wer eine 50-Quadratmeter-Wohnung mit zwei Zimmern allein belegt, muss mit 445 Euro Miete rechnen. Nur Strom und Heizung kommen noch je nach Verbrauch dazu.

Ab Oktober sollen in einem zweiten Bauabschnitt acht weitere Häuser an der Fichtnerstraße folgen. Bis zum Herbst 2016 soll das gesamte Ensemble fertig sein. Die etwa 40 Bestandsmieter, die noch in den Häusern wohnen, können laut Kindler bleiben. Erst bei einem Auszug würden deren Wohnungen dann saniert.

Ein Verkauf der Immobilien sei nach der Sanierung nicht vorgesehen, versichert Kindler. „Was wir wollen, sind nachhaltige Immobilien für den eigenen Bestand und zufriedene Mieter.“

Infos und Kontakt:

www.nordstadtquartier.de

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