Fußgängerzone bis 3. Oktober

Verkehrsprojekt startet: Untere Königsstraße wird testweise zur Fußgängerzone

Die Untere Königsstraße mit Blick auf den Stern und die Fußgängerzone in der City.
+
Die Untere Königsstraße mit Blick auf den Stern und die Fußgängerzone in der City.

Die Untere Königsstraße in Kassel wird testweise zur Fußgängerzone. Ab Samstag wird der Abschnitt für den Verkehr gesperrt.

Kassel – Ab nächsten Samstag wird der Abschnitt, auf dem an Werktagen rund 9500 Fahrzeuge unterwegs sind, einen Monat lang für den motorisierten Verkehr gesperrt – bis einschließlich 3. Oktober. Damit wird die innerstädtische Fußgängerzone testweise bis zum Uni-Campus verlängert. Die großen Kreuzungen Holländischer Platz und Am Stern sind aber weiterhin befahrbar.

Das sogenannte Freiluft-Experiment, das seit mehr als zwei Jahren im Gespräch ist und zuletzt coronabedingt verschoben wurde, wird von der Stadt Kassel geleitet und wissenschaftlich von der Universität begleitet. Das kulturelle Begleitprogramm organisiert das Studio Raamwerk.

Kassel: Straßenbahnen fahren im regulären Betrieb

Die Straßenbahnen werden während des Verkehrsversuchs regulär in der Unteren Königsstraße in Kassel fahren. Lieferverkehr ist – wie in der regulären Fußgängerzone – zwischen 19 und 11 Uhr erlaubt. Ansonsten soll die Straße den Fußgängern vorbehalten sein. Eine Querungsmöglichkeit für den Verkehr zum Gebäude der ehemaligen Hauptpost wird es in der Verlängerung der Bremer Straße geben. In der Jägerstraße gilt bereits ab Freitagnachmittag eine Einbahnstraßenregelung.

Weitere Neuigkeiten und Nachrichten in der Region Kassel erhalten Sie mit unserem HNA-Newsletter direkt ins Postfach.

Am Sonntag ab 15 Uhr findet eine Eröffnungsfeier statt, außerdem lädt der Verein Streetbolzer zum Straßenfußball ein. Während der vierwöchigen Verkehrsberuhigung soll die Untere Königsstraße in Kassel von der anliegenden Gastronomie, Kulturschaffenden und Vereinen belebt werden. Vorgesehen sind unter anderem Live-Musik, Tanz, Freiluftkino, Picknick, eine türkisch-deutsche Märchenstunde und Vorträge. „Wir wollen erfahrbar machen, wie wertvoll eine autofreie Straße für das gesellschaftliche Miteinander sein kann“, sagt Samson Kirschning von Raamwerk.

Mit der Aktion ist auch eine Aufwertung des Quartiers angestrebt, das als Brennpunkt der Drogenkriminalität bekannt ist. Die Geschäftsanlieger sehen dem Experiment unterschiedlich gestimmt entgehen. Während die Gastronomie zu den Profiteuren gehören dürfte, haben einige Ladeninhaber Bedenken angesichts der eingeschränkten Erreichbarkeit. (Katja Rudolph)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.