Umbau und Erweiterung könnte noch im Frühjahr starten

Gebäude des Berufsbildungswerks an Wolfhager Straße in Kassel werden aufgestockt

BBW Nordhessen an der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße
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Straßenfront verändert ihr Gesicht: Im Einmündungsbereich der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße stockt das BBW Nordhessen die bisherigen eingeschossigen Gebäude auf. Dort werden unter anderem die Holzwerkstatt und eine Turnhalle untergebracht.

Der geplante Umbau und Neubau des Berufsbildungswerks Nordhessen an der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße in Kassel könnte schon im Frühjahr beginnen.

Nord-Holland – Die Stadt plane, schon Anfang nächsten Jahres Baurecht Projekt zu schaffen, sagte Volker Mohr, Leiter des Stadtplanungsamts, in der Sitzung des Ortsbeirats Nord-Holland. Grundlage dafür ist ein vorhabenbezogener Bebauungsplan, den das Architektur- und Stadtplanungsbüro Bankert, Linker und Hupfeld für das knapp 13 000 Quadratmeter große Areal zwischen der Wolfhager Straße, der Hoffemann-von-Fallersleben- und der Sickingenstraße im Auftrag des Bauherrn erstellt. Träger des Bildungswerks – und der Baumaßnahmen – ist der in Bad Arolsen ansässige Verein Bathildisheim.

Mit dem rund 25 Millionen Euro teuren Projekt konzentriert der Verein die Arbeit des Berufsbildungswerks (BBW) am seinem aufstrebenden Standort Kassel. Das BBW in Bad Arolsen soll aufgegeben werden. Die Einrichtung bietet zahlreiche Ausbildungsgänge für benachteiligte junge Leute an und betreibt auch eine staatliche Berufsschule. Der Trägerverein Bathildisheim erhalte vom Land Hessen eine Förderung von unter 40 Prozent für den Umbau des BBW, sagte dessen Vorstandsmitglied Jens Wehmeyer auf HNA-Anfrage. Der entsprechende Bescheid des Sozialministeriums sei inzwischen eingegangen. Es gebe eine Zusage im Umfang von zehn Millionen Euro. Wehmeyer rechnet für den April 2021 mit der Baugenehmigung. Er hofft, dass die Baumaßnahmen Ende 2028 abgeschlossen sein werden.

Zur Wolfhager Straße hin soll das jetzige Konglomerat von pavillonartigen Gebäuden des BBW auf vier Etagen aufgestockt werden, die auf die vorhandene Mauer an der Straße aufgesetzt werden. Das Dach zur Wolfhager Straße hinsoll mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet werden. In diesen Gebäudeteil wird auch eine Turnhalle integriert.

Amtsleiter Mohr sprach von einer „Raumkante“, die an der Wolfhager Straße geschaffen werde. Ein Teil der eingeschossigen Gebäude auf dem Areal wird abgerissen und neu gebaut, andere werden aufgestockt. Die flachen oder flachgeneigten Dächer der Neubauten sollen begrünt werden, ebenso ein Teil der Fassade. Der Innenhof soll ebenfalls ökologisch aufgewertet werden, etwa mit Kübelpflanzen.

Parkplätze sind im hinteren Bereich des Areals vorgesehen, dort soll auch ein zweiter Eingang auf das Gelände geschaffen werden. Der Verein Bathildisheim hat die Kasseler Architekturbüros Baufrösche und foundation 5+ als Konsortium mit dem Hochbau beauftragt, sagte Vorstandsmitglied Wehmeyer.

Am Standort Kassel sollen dann künftig etwa 350 Jugendliche ihre Ausbildung machen. Der Verein plane eine Ausbildungsplatz-nahe Unterbringung der jungen Leute, sagte Wehmeyer. Man sei bereits in Gesprächen mit Interessenten, die Wohnraum zur Verfügung stellen können. Eventuell werde man aber auch selbst Wohnungen für die Azubis in unmittelbarer Nähe bauen. (Peter Dilling)

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