Gedenken an NSU-Opfer: Straße vorübergehend in „Halitstraße“ umbenannt

Kassel. Zu einem Gedenken an das im April 2006 ermordete Kasseler NSU-Opfer Halit Yozgat haben sich am Dienstag gegen 17.30 Uhr ungefähr 60 Demonstranten am Halitplatz getroffen.

Bei der Demonstration, zu der die „Initiative 6. April“ aufgerufen hatte, wurden für eine halbe Stunde Lieder gesungen und Reden gehalten, die in deutscher und türkischer Sprache den Opfern der NSU gedachten.

Die Anmeldung der Kundgebung erfolgte laut Auskunft der Polizei zum Veranstaltungsbeginn durch eine 45-jährige Frau aus Kassel, die anschließend auch die Versammlungsleitung übernahm.

Mit zwei selbst gebauten Straßenschildern, die sie mit Kabelbindern an einem Masten befestigten, wurden dabei die Holländische Straße und die Mombachstraße in „Halitstraße“ und „Keupstraße“ zeitweise symbolisch umbenannt. „Keupstraße“ in Erinnerung an das rechtsterroristische Attentat in Köln: Dort detonierte am 9. Juni 2004 eine ferngezündete Nagelbombe, durch die viele Menschen verletzt wurden. (ius/mhs)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.