Hier werden Kasseler Studenten arbeiten

Wie die ehemalige Gottschalk-Halle für sieben Millionen saniert wird

So soll es werden: Um den Raumeindruck nicht zu zerstören, werden keine Wände zwischen die Arbeitsplätze im Obergeschoss eingezogen. Foto: LBIH

Kassel. Während der documenta 14 konnten die Besucher den Charme der alten Kasseler Gottschalk-Industriehalle einfangen. Nun wird sie aufwändig für Architekturstudenten saniert. 

In Kassel schlummert noch der ein oder andere architektonische Schatz: Mit der alten Produktionshalle der Firma Gottschalk wird nun auf dem Campus-Areal ein Stück alte Industriekultur zu neuem Leben erweckt. Das Land lässt die jahrelang leerstehende Produktionshalle an der Gottschalkstraße für sieben Mio. Euro für die Universität Kassel umbauen. Die Sanierungsarbeiten haben begonnen.

In dem Gebäude sollen ab 2021 die angehenden Architekten, Stadtplaner und Landschaftsplaner Atelierräume sowie Einzelarbeitsplätze vorfinden. Es wird das neue Herzstück des Fachbereichs Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung (ASL), in dem auch Ausstellungen stattfinden können.

Blick von außen: Rechts die Produktionshalle an der Gottschalkstraße.

Der zweigeschossige Backsteinbau, in dem vor ungefähr 20 Jahren noch die Zelt- und Tuchfabrik Gottschalk produzierte, beeindruckt vor allem durch seine filigrane Deckenkonstruktion. Das Dachtragwerk wird bei den Sanierungsarbeiten instandgesetzt, aber in seiner Form erhalten. Das eigentliche Dach wird aber komplett erneuert. „Damit die Wirkung des 675 Quadratmeter großen Raumes im Obergeschoss nicht zu stark gestört wird, werden nur halbhohe Raumtrenner zwischen die insgesamt 130 Arbeitsplätze aufgestellt“, sagt Beata Lejman von der Bauabteilung der Uni. Die Arbeitsplätze seien den Masterstudierenden vorbehalten.

Die Toiletten, zwei Besprechungsräume und eine Teeküche werden am nördlichen Ende des Gebäudes angeordnet – dies gilt auch für das Untergeschoss.

Beeindruckende Deckenkonstruktion: Beata Lejman von der Bauabteilung der Uni im Obergeschoss der Produktionshalle. Dort sollen 130 Arbeitsplätze für Masterstudenten Platz finden. Fotos: Fischer (3), LBIH

Um möglichst viel Licht ins Obergeschoss zu bekommen, werden auf der Ostfassade große Fenster eingebaut. Die gegenüberliegende Westfassade mit ihren Schmuckelementen bleibt aus Denkmalschutzgründen weitestgehend unangetastet.

Während im Obergeschoss Arbeitsplätze für die Master-Studenten eingerichtet werden, sollen im Untergeschoss sieben Atelierräume für die Bachelor-Studenten Platz finden. Von dort wird es drei Ausgänge zum Innenhof geben, der zum Verweilen einladen soll. Zudem wird es wieder eine Fußgängerbrücke geben, die die Produktionshalle mit dem Torhaus B verbindet. Die alte war abgerissen worden.

Während der documenta 14 im Jahr 2017 war in der Gottschalkhalle Kunst untergebracht

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