Edeka kommt in Holzhalle unter

Größter Supermarkt der Kasseler Nordstadt zieht in Ausweichquartier

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Bald eine Baustelle: Seit 1996 betreibt Marco Wenzel den Edeka-Markt, hier von der Eisenschmiede aus gesehen.

Der größte Supermarkt in der Nordstadt wird umgebaut und saniert. Der Edeka-Markt von Marco Wenzel zieht bis Dezember in ein Ausweichquartier in direkter Nachbarschaft.

Aktualisiert um 15.53 - Am heutigen Freitag ist der vorerst letzte Verkaufstag am alten Standort an der Fiedlerstraße / Ecke Eisenschmiede, dann wird geschlossen und fünf Tage lang in eine ehemalige Holzlagerhalle der Firma Fleischhut nebenan umgezogen. Um dort ab Donnerstag, 28. Februar, frisch starten zu können, werden heute ab 16 Uhr rund 8000 Artikel aus dem Frischwaren-Sortiment um ein Drittel billiger abgegeben, kündigt Inhaber Wenzel an. Der Markt ist heute ausnahmsweise nur bis 20 Uhr geöffnet.

In der Halle auf dem Nachbargrundstück ist seit Dezember ein kompletter Ausweich-Supermarkt entstanden, der in den nächsten Tagen in Rund-um-die-Uhr-Arbeit noch um Warenkühltechnik und Kassen ergänzt wird. Insgesamt rund eine Million Euro investiert Kaufmann Wenzel in die Neugestaltung seines Markts samt Umzugs-Kraftakt. Warum das Ganze? Weil momentan gerade alle Voraussetzungen stimmen, erläutert Wenzel.

Edeka in Kassel: Dach muss dringend saniert werden

Das alte Industriegebäude, in dem sich sein Edeka-Markt befindet, habe eine umfassende Sanierung im Dachbereich nötig. Dieser Part werde durch die Eigentümerin der Immobilie erledigt und stünde schon längere Zeit auf dem Plan. Nun hat sich laut Marco Wenzel die günstige Gelegenheit ergeben, dass die Firma Fleischhut im vorigen Sommer die nicht mehr benötigte Holzhalle freigemacht hat. Damit könne man den Kunden während der rund zehnmonatigen Umbauphase eine vernünftige Alternative für ihre Einkäufe anbieten. Auch der im Markt ansässige Bäckereistand Apel ziehe mit um ins Ausweichquartier. Für den Edeka-Getränkemarkt, der sich in einem separaten Gebäude befindet, ändert sich nichts.

Ausweichstandort: In einer benachbarten früheren Holzhalle läuft ab kommendem Donnerstag der Verkauf.

Viel ändern soll sich jedoch am Einkaufserlebnis im Hauptgebäude, wenn die Umgestaltung Ende dieses Jahres abgeschlossen ist. Im zentralen Bereich der 1400 Quadratmeter großen Verkaufsfläche wird laut Marco Wenzel die relativ niedrige Decke geöffnet und der in der Mitte erhöhte Raum mit Oberlichtern versehen, um eine Art „Kathedralen-Effekt“ zu schaffen, wie der Kaufmann das nennt. Die eigene Zusatzbezeichnung des Edeka-Standorts, „Markthalle Nord-Holland“, dürfte sich dann auch im Raumgefühl widerspiegeln. Viele Abteilungen mit persönlicher Bedienung, eine neue Präsentation des Trendthemas unverpackte Waren und mehr gastronomische Angebote seien unter anderem geplant.

Der Edeka-Markt von Marco Wenzel gehört mit monatlich rund 70.000 Kunden zu den großen Standorten der Lebensmittelkette im Kasseler Stadtgebiet. Die Wiedereröffnung ist nach heutigem Stand für die erste Dezemberwoche geplant.

Edeka Öffnungszeiten

Montag

07:00–22:00

Dienstag

07:00–22:00

Mittwoch

07:00–22:00

Donnerstag

07:00–22:00

Freitag

07:00–22:00

Samstag

07:00–22:00

Sonntag

geschlossen

Was heißt Edeka eigentlich?

Edeka ist aus der einstigen Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin (1898) hervorgegangen. Abgekürzt wurde der Name zunächst mit E. d. K. 1911 wurde daraus der heutige Firmen- und Markenname Edeka gebildet, der heute für einen genossenschaftlich organisierten kooperativen Unternehmensverbund im deutschen Einzelhandel steht.

Aus dem Archiv: Aldi in Baunatal: Ansturm auf größten Markt des Discounters in Hessen

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