Ein- und Ausstieg sollte direkt am Campus entstehen

Haltestelle sollte ursprünglich direkt vor Universität gebaut werden

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Mehr Platz für Studenten und Uni-Mitarbeiter: Die in Fahrtrichtung Vellmar gelegene Ein- und Ausstiegsstelle am Holländischen Platz wird derzeit vergrößert. Die Arbeiten sollen bis Ende November abgeschlossen sein.

Kassel. Um die Studentenströme aufnehmen zu können, wird bis Ende November die Haltestelle Holländischer Platz ausgebaut. Die Ein- und Ausstiegsstelle in Richtung Vellmar wird vergrößert. Eigentlich hätte sich Uni-Präsident Rolf-Dieter Postlep etwas anderes gewünscht.

Eine Haltestelle direkt vor dem Gebäude K10 am Parkplatz an der Henschelstraße. Genau diesen Plan hatte die KVG in den Jahren 1998 und 1999 vorgelegt. Er war damals auf Widerstand im Ortsbeirat gestoßen – aber auch die Uni-Leitung war eher zurückhaltend.

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Während Postleps Wünsche heute an den zu hohen Kosten scheitern, die die KVG nicht tragen will, traten damals die Mitglieder des Ortsbeirates Nord-Holland und die damalige Gesamthochschule (GhK) auf die Bremse. Der Ortsbeirat hatte Bedenken wegen des Lärms und die heutige Uni wollte nur zustimmen, wenn die Eingriffe in das Quartier so gering wie möglich blieben.

Die KVG sollte für das mit sechs bis acht Mio. D-Mark (drei bis vier Mio. Euro) veranschlagte Projekt keine Bäume an der Henschel- und Moritzstraße fällen und kein größeres Haltestellengebäude errichten. Postlep war damals aber noch kein Präsident – er kam erst 2000 ins Amt – und die Uni hatte noch 17 000 statt 23 000 Studenten.

Geplant hatte die KVG eine Wendeschleife. Die Gleise sollten von der Holländischen Straße über die Kurt-Wolters-Straße in die Henschelstraße führen und über die Moritzstraße zurück auf die Holländische Straße. Bis heute zeugt eine Weiche auf der Holländischen Straße von diesen Plänen. Sie war schon eingebaut worden, wurde aber nie benutzt. Für die KVG war das Projekt vor allem interessant, weil eine innerstädtische Wendeschleife fehlt.

In diese Wendeschleife wären nicht alle Straßenbahnen der Linien 1 und 5 gefahren. Einige wären weiterhin die Holländische Straße weitergefahren. Weil die Fahrgastfrequenz aber hinter dem Holländischen Platz abnimmt, wäre es nicht länger nötig gewesen, dass so viele Bahnen mit relativ wenig Gästen auf diesem langen Abschnitt verkehren. Zugleich wäre aus Sicht des damaligen KVG-Planers Rainer Meyfarth ein attraktiver Halt für die Uni entstanden.

Von Bastian Ludwig

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