Goldgrube wird von zwei Mitgliedern der Moshpit-Crew übernommen

Kasseler Club Goldgrube wird als Heavy-Metal- und Indie-Club weitergeführt

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Kennen die Goldgrube von vielen Konzerten, die sie dort bereits veranstaltet haben: Markus Maifeld (l.) und Christian „TamTam“ Prasse.

Kassel. Die seit dem Tod von Betreiber Udo Schulze geschlossene Goldgrube an der Eisenschmiede wird ab dem 1. September von Christian Prasse und Markus Maifeld übernommen und als Club für Heavy Metal, Stoner Rock und Alternative Music weitergeführt.

Dies gab die Witwe des im Juni plötzlich und unerwartet verstorbenen ehemaligen Clubbetreibers Udo Schulze, Ana Maria Bedoya, in der Nacht auf einer „Geburtstagsfeier“ zu Ehren Schulzes, der heute 48 Jahre alt geworden wäre, bekannt.

Prasse und Maifeld sind in der Kasseler Rock-Szene keine Unbekannten. Als Mitglieder der Moshpit Crew, die in diesem Jahr ihren zehnten Geburtstag feiert, veranstalten sie seit Jahren hochkarätig besetzte Metal Festivals und Konzerte in Kasseler Konzerthallen wie dem Club 130bpm, der Stadthalle, dem K19 und auch in der Goldgrube. 

Dieser Musik ein ständiges Zuhause zu geben, war ihre Intention. Nicht jedes Konzert hat Stadthallen-Größe und wie es im K19 unter dem neuen AStA weitergeht, ist noch unklar.

Die Verhandlungen seien in den vergangenen Wochen hinter verschlossenen Türen und ganz im Sinne des Verstorbenen geführt worden, sagt Prasse. Er und sein Partner sind langjährige Freunde Schulzes und seiner Frau. Deshalb habe man sich die Bekanntgabe auch für die „Geburtstagsfeier“ aufgehoben. 

Es war die Feier, an der alle, die ihn mochten, Abschied von Udo Schulze nehmen konnten. Die Trauerfeier und Bestattung fanden im Juni in aller Stille statt und bis gestern hatten die Angehörigen um eine angemessene Zeit gebeten, die traurigen Umstände erst einmal selbst verarbeiten zu können.

„Selbstverständlich wird die Goldgrube in Udos Sinn auch als Hort alternativer Musik weitergeführt“, sagt Prasse. Ihm und seinen Partner schwebe ein Ort vor, der mindestens von Mittwoch bis Samstag täglich geöffnet ist, in dem Freunde der Musik härterer Gangart zu Gesprächen und auf ein Bierchen zusammen kommen und in dem „natürlich auch sonntags oder montags Konzerte stattfinden können“. Die ersten stehen bereits fest, man warte jetzt nur noch ab, ob man direkt am 1. September loslegen kann, „auf jeden Fall aber am 15.!“

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