Vor vier Monaten eröffnet

Ärger um neues Jobcenter in Kasseler Nordstadt: Anbindung in der Kritik

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Entlang der Straße zum neuen Jobcenter gibt es noch keinen befestigten Gehweg. Auch die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird unter anderem vom Ortsbeirat kritisiert. 

Seit vier Monaten ist das Kasseler Jobcenter am neuen Standort in Betrieb. Jetzt kommt Kritik an der Erreichbarkeit der Behörde auf, die viel Publikumsverkehr hat.

Rund 700 Menschen, so heißt es, suchen das Jobcenter pro Tag auf, hinzu kommen die 320 Mitarbeiter. Von den nächstgelegenen Straßenbahn-Haltestellen – Holländischer Platz und Halitplatz – ist es ein fast zehnminütiger Fußmarsch bis zum Jobcenter. Die einzig weitere Anbindung ist über die Buslinie 10, die an der Reuterstraße hält.

Jobcenter Kassel: Kein Fuß- und Radweg vorhanden

Der Zugang zu dem neuen Jobcenter-Gelände, das in weiten Teilen noch einer Baustelle gleicht, ist bislang nur über die Lewinskistraße möglich, die von der Wolfhager Straße abgeht. Einen befestigten Gehweg entlang der asphaltierten Zufahrt gibt es noch nicht, nur eine grobe Schotterpiste. Ein Fuß- und Radweg, der laut Planung auch eine direkte Verbindung zur Mombachstraße bieten sollte, existiert noch nicht.

Der Ortsbeirat Nord-Holland hat die Stadt aufgefordert, die Erreichbarkeit für ÖPNV-Nutzer und Fußgänger zu verbessern. Er hält eine sichere Übergangsmöglichkeit der Wolfhager Straße und breite Bürgersteige für die Lewinskistraße für notwendig. Zudem fordert das Gremium eine barrierefreie Anbindung an die Mombachstraße und ÖPNV-Haltestellen in unmittelbarer Nähe. 

Christian Nübling, Geschäftsführer des Jobcenters, sagte auf HNA-Anfrage: "Eine gute ÖPNV-Anbindung liegt mir im Sinne der Bürgerinnen und Bürger sowie auch der Belegschaft am Herzen." Dazu sei man mit den kommunalen Ansprechpartnern "im konstruktivem Austausch".

Mit der Stadt abgesprochen sei, dass es demnächst eine interne Kundenbefragung geben werde, um zu ermitteln, wie viele Menschen tatsächlich per ÖPNV zum Jobcenter kommen. Klar sei dabei, dass eine verkehrstechnische Planung Vorlaufzeit brauche, so Nübling. 

Zudem könne einiges erst dann endgültig hergerichtet werden, wenn auch der Neubau für die Arbeitsagentur auf dem Nachbargrundstück fertig sei. Diesen wird – wie schon das Jobcenter – das Bielefelder Immobilienunternehmen Straßberger errichten. Die Gebäude werden langfristig an die Behörden vermietet.

Karte: Hier ist der neue Standort des Jobcenters

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