Mind the Gap

Kein Rock im Park: Schlachthof sagt Festival ab

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Treffpunkt Nordstadtpark: 8000 Besucher beim Mind-the-Gap-Festival 2012.

Das Umsonst-und-draußen-Festival im Kasseler Nordstadtpark sollte eigentlich Tradition werden. Nun sagte der Schlachthof die Veranstaltung zum dritten Mal in Folge ab. Zukunft ungewiss.

Kassel. Auch in diesem Sommer wird es keine Umsonst-und-draußen-Musikveranstaltung im Nordstadtpark geben. Das Kulturzentrum Schlachthof hat sein für das letzte August-Wochenende geplantes Mind-the-Gap-Festival abgesagt. Weil mehrere Mitglieder des Organisationsteams länger ausfallen, musste Schlachthof-Leiterin Christine Knüppel „die Notbremse ziehen“, wie sie sagt: „Uns ist die Zeit davon gerannt.“

Viel versprechende Bands wie die Düsseldorfer Rapper der Antilopen Gang, das Hamburger Indierock-Trio Trümmer und die französische Formation Les Yeux d’la Tête sollten am 28. und 29. August wieder bis zu 8000 Besucher in den Nordstadtpark locken. So viele waren letztmals 2012 bei der dritten Auflage gekommen und machten aus Mind the Gap eine Mischung aus Rock am Ring und Familienfest.

2013 wurde das Festival wegen des Ausfalls eines Hauptsponsors abgesagt. Im Vorjahr fand es unter anderem deswegen nicht statt, weil nach Beschwerden von Anwohnern zusätzliche Auflagen zum Lärmschutz hätten erfüllt werden müssen. Das hätte man diesmal in Zusammenarbeit mit der Stadt hinbekommen, versichert Knüppel - aber eben nicht die gesamte Organisation für ein solches Festival.

Nach der dritten Absage in Folge fragen sich Musik-Fans, ob Mind the Gap überhaupt jemals wieder stattfinden wird. Nach den letzten beiden Ausfällen hieß es jeweils: „Nächstes Jahr geht es weiter.“ Diesmal sagt Knüppel nur: „Eine Veranstaltung mit diesem Charakter wäre wünschenswert.“

Konzertveranstalter Henning Beste, der das Festival seit 2010 mitorganisiert hat, sagt: „Nicht nur für die Nordstadt war Mind the Gap wichtig, sondern für ganz Kassel.“ In den vergangenen Wochen wurde er in der Stadt oft gefragt, wann das Festival wieder stattfinde. Nach der dritten Absage ist zu befürchten, dass sich an Mind the Gap bald niemand mehr erinnern wird.

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