Klettern auf 1000 Quadratmetern

Trotz Corona-Pandemie: Neue Boulderhalle in Kassel eröffnet

Begeistert von den Möglichkeiten: Student Daniel Hochecker (22) kommt regelmäßig zum Klettern in die neue Boulderhalle in der Unteren Königsstraße.
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Begeistert von den Möglichkeiten: Student Daniel Hochecker (22) kommt regelmäßig zum Klettern in die neue Boulderhalle in der Unteren Königsstraße.

Kassel hat jetzt eine eigene Boulderhalle. Die Sportanlage hat in der früheren Hauptpost an der Unteren Königsstraße geöffnet – unter Corona-Vorgaben.

Kassel - In Kassel hat trotz der Corona-Pandemie eine neue Boulderhalle eröffnet. Wer dort bouldern möchte, muss sich vorher auf der Internetseite vom Betreiber Element Boulders einen sogenannten Slot buchen.

In diesem im Vorfeld festgelegten Zeitfenster darf dann in der Halle geklettert werden. Pro Slot sind fünf Personen aus zwei Haushalten zugelassen, die zur nächsten Gruppe drei Meter Abstand halten müssen. Nur so könne gewährleistet werden, dass sich nur eine Person auf 40 Quadratmetern Sportfläche aufhalte, erklärt Betriebsleiterin Verena Keim. Die Masken dürften nur beim aktiven Bouldern kurz abgesetzt werden.

Insgesamt dürfen sich im 1000 Quadratmeter großen Hauptboulderbereich nicht mehr als 30 Personen aufhalten. Davon abgegrenzt gibt es noch mal einen Extrabereich für Familien. Hier sind pro Zeitfenster maximal vier Personen aus zwei Haushalten möglich. Ein negativer Coronatest ist zum Besuch der Halle in Kassel nicht notwendig.

Neue Boulderhalle in Kassel: Öffnung musste wegen Corona verschoben werden

Im Sommer soll dann auch der speziell auf Klettern ausgelegte Krafttrainingsbereich in Betrieb gehen. Auch da habe Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht, so Keim, die die Öffnung der Halle mehrfach verschieben musste. Einige Fitnessgeräte seien wegen Corona aktuell einfach nicht zu bekommen.

Gut ein halbes Jahr hatte das Team vom Chemnitzer Unternehmen Element Boulders die frühere Fahrzeughalle der Post umgebaut. Etwas mehr als eine Million Euro sind in die neue Sportanlage investiert worden. Zuletzt war die Fläche 2017 als documenta-Standort genutzt worden. Auf 1000 Quadratmetern gibt es jetzt Kletterwände in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Ohne Sicherung: Bouldern bis in vier Meter Höhe

Zwei Mal in der Woche sollen die Routen zukünftig geändert werden. Geklettert wird beim Bouldern ohne Sicherung und deshalb nur bis auf eine Höhe von drei bis vier Metern, aus der man problemlos auf die Matte abspringen kann. Die Wände sind daher maximal 4,50 Meter hoch.

Im Familienbereich: Jakob (6) und Mayla (8) kennen sich gut aus.

Bouldern in Kassel: Besucher auch aus anderen Bundesländern

Jakob und Mayla sind schon oft mit ihren Eltern bouldern gewesen. Der Familienbereich in der neuen Halle gefällt ihnen aber besonders gut. Auch Student Daniel Hochhecker ist von den Routen angetan. „Die Besucher kommen teilweise auch von weiter weg, weil sie die neue Halle hier ausprobieren wollen“, sagt Verena Keim.

Kletterer aus ganz Deutschland kommen zum Bouldern

Kürzlich seien Kletterer aus Darmstadt, Dortmund und Köln da gewesen. Bislang sei es noch sehr entspannt. Ein bisschen habe sie das Gefühl, dass die Menschen sich durch die Pandemie noch ein bisschen in einer Lethargie befinden oder noch nicht sicher seien, ob man solche Angebote wieder ohne Ansteckungsgefahr nutzen könne. „Es ist also noch nicht so, dass man tagelang auf einen Platz bei uns warten muss“, sagt Keim. „Die Sportler sind sehr diszipliniert, was die Coronavorgaben angeht.“

Slot zum Bouldern in Kassel buchen

Einen Slot zum Klettern können sich sowohl Mitglieder als auch Tagesgäste buchen. Der Tageseintritt für Erwachsene beträgt 12 Euro (ermäßigt: 10 Euro). Kinder bis 13 Jahre zahlen 6 Euro. Geöffnet ist von 9 bis 21.30 Uhr. (Kathrin Meyer)

Die aktuellen Corona-Fallzahlen für die Region Kassel finden Sie unserem Ticker.

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