Erste Konzerte im Frühjahr

So sieht es im umgebauten Kasseler Kulturzentrum Schlachthof aus

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Hier finden künftig Konzerte statt: Noch fehlen der Parkettboden und technische Installationen im neuen Saal. Durch große Fenster zur Mombachstraße und zur Elisabeth-Knipping-Schule fällt viel Tageslicht in den Raum.

Nord-Holland. Sanierung des Kulturzentrums und Anbau eines neuen Konzertsaals: Wir werfen einen ersten Blick in den neuen Schlachthof. In dem soll im Frühjahr das erste Konzert stattfinden. 

Eng und kuschelig war es in den vergangenen Jahrzehnten bei Konzerten im Kulturzentrum Schlachthof. Außerdem wurde die Sicht auf die kleine Bühne durch eine historische Säule versperrt. Dieses Kapitel ist beendet. 

Noch haben die Bauarbeiter im Kulturzentrum einiges zu tun. Doch schon jetzt ist erkennbar, dass der neue Konzertsaal ein Quantensprung darstellt. Er ist mehr als doppelt so groß wie der alte und wird mit neuester Technik ausgestattet. Nicht nur auf der Bühne ist deutlich mehr Platz, auch der Besucherraum, der für bis zu 230 Gäste zugelassen ist, ist deutlich großzügiger. Dies liegt auch daran, dass der ehemalige Konzertsaal durch einen breiten Durchbruch mit dem Anbau verbunden wurde. Dort, wo früher die Besucher vor der Bühne standen, wird sich künftig die Kneipe mit Theke erstrecken. Erhalten wurde ein historisches Wandbild, das einen Kellner zeigt und die alte Wandvertäfelung.

Der ehemalige Kneipenraum wird saniert und kann künftig beispielsweise für geschlossene Veranstaltungen angemietet werden.

Der neue Konzertsaal bietet nicht nur mehr Platz, sondern auch moderne Technik. So können mit einer Hebebühne auch schwere Flügel auf die Bühne gehievt werden. Zudem sorgt eine Lüftungsanlage für angenehmes Raumklima und mehr Ruhe für die Nachbarn. „Es wird nicht mehr nötig sein, die Fenster bei Konzerten zu öffnen“, sagt Projektleiter Olivier Marhuenda vom Hochbauamt der Stadt Kassel. Auch der Schallschutz insgesamt werde deutlich verbessert.

So wird sich der Schlachthof künftig präsentieren: Links auf der Illustration ist der angebaute Konzertsaal zu sehen. Illustration: Stadt Kassel

Mithilfe einer Bundesförderung fließen 3,8 Mio. Euro in die Sanierung und den Anbau. Wobei der größte Teil in die Instandsetzung der Bestandsgebäude investiert werde, stellt Axel Jäger, Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes klar. Auch wurden Fahrstühle nachgerüstet und im Jugendzentrum des Schlachthofes (rechtes Gebäude) wird der Dachstuhl ausgebaut. Dort wird die Verwaltung sitzen.

Wenn die Bauarbeiten Ende des Jahres abgeschlossen sind, kann der Schlachthof aber noch nicht wiedereröffnen. Zunächst muss er selbst noch etlich Arbeiten aus eigener Tasche erledigen lassen. Dazu zählen etwa die Tontechnik und eine neue Kneipenausstattung.

„150.000 Euro werden uns als Kredit von der Einbecker Brauerei zur Verfügung gestellt“, sagt die Schlachthof-Geschäftsführerin Christine Knüppel. Die Kneipe werde durch Kunst- und Designstudenten gestaltet. Knüppel hofft noch auf Sponsoren, die die nötige Ausstattung finanzieren.

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