Kunstwerk "Das Viertel"

Licht-Installation von Kazuo Katase soll ein Kennzeichen für den Aufbruch im Schillerkiez werden

+
Besonders bei Nacht beeindruckend: Die Skulptur von Kazuo Katase ist auf dem Dach des Walter Gropius Hauses der Studentenwohnanlage in der Sickingenstraße.

Kassel. Das Schillerviertel erlebt einen Wandel. Dieser soll jetzt auch durch ein leuchtendes Kunstwerk auf dem Dach des Studentenwohnheims unterstrichen werden. 

 

Immer mehr Studenten und Künstler haben sich angesiedelt. Weg von Prostitution und Drogenmissbrauch, hin zu einem kreativen bunten Kiez ist das Ziel von Unternehmer Matthias Krieger, der das Viertel aufwerten will, auch wenn das noch ein weiter Weg ist. Seit fünf Jahren investiert der Kasseler in den Kiez. Er hat bereits vier Häuser für Studenten errichtet, 2018 soll das fünfte Haus der Anlage „Studieren am Schillertor“ gebaut werden. Die spürbare Aufbruchsstimmung symbolisiert jetzt auch das Kunstwerk „Das Viertel“, das am Mittwoch auf dem Dach des Studentenwohnheims an der Sickingenstraße eingeweiht wurde.

In hellem Blau strahlt der Kreisausschnitt bis in die benachbarten Stadtteile. Krieger ist sich sicher, dass es auch von vielen erhöhten Punkten im Stadtgebiet zu sehen sein wird. Das Kunstwerk soll wegweisend für die positive Veränderung des Schillerviertels stehen, der sich auch der gleichnamige Verein verschrieben hat. Eine Öffnung gegenüber Unbekanntem, auch mit Blick auf die zukünftige Entwicklung des Viertels, heißt es.

Von einem „Leuchtturm-Projekt“ im wahrsten Sinne des Wortes sprach Oberbürgermeister Christian Geselle bei der Eröffnung. Er wisse, dass es im Schillerviertel noch viel zu tun gäbe, aber es sei bereits einiges auf den Weg gebracht worden.

Auch Rainer Finkeldey, der Präsident der Universität Kassel, unterstrich das Potenzial des Viertels in unmittelbarer Uninähe. Vor allem der Neubau des Fraunhofer Institutes werde den Aufschwung weiter vorantreiben. Das Kunstwerk bildet eine Verschmelzung von Kunst und Architektur. Es ist als minimalistischer weißer Körper konzipiert. Passend zum Bauhausstil der Häuser. Wohnheim und Kunstwerks sollen eine Einheit bilden. Ursprünglich hatte Matthias Krieger vor, eine Serie von drei oder vier kleineren Kunstwerken zu installieren. Aber Kazuo Katase habe ihn dann überzeugt, dass ein großes Kunstwerk die bessere Wahl sei.

Die geometrische Form ergibt sich aus dem zu einem Viertel gefalteten Halbkreis mit einem Radius von fünf Metern. Der weiße Körper ist aus Stahl gefertigt. Unterhalb des Milchglasbodens ist die blaue LED-Ausleuchtung installiert.

Am Tag ist das Kunstwerk durch die Spiegelung des Sonnenlichts wahrzunehmen, in der Dämmerung und während der Nacht durch die blaue Ausleuchtung.

„Das Viertel“ und sein dafür ausgewählter Standort könnten zu einem kulturellen Wegweiser für die zukünftige Entfaltung des Schillerviertels werden“, sagt auch Künstler Kazuo Katase. Unter der Federführung der Dagmar + Matthias Krieger Stiftung wurde das Projekt im Februar 2016 ins Leben gerufen. Ein Anliegen war, dass in Kasseler Unternehmen die Umsetzung des Kunstwerks ausführen.

Zu den Sponsoren des Kunstwerks, das eine sechsstellige Summe gekostet hat, gehören Heika und Claus-Peter Hartmann, Geschäftsführer der Lamparter GmbH, Magda und Wolfgang Bode, Brigitte und Dr. Hans-Jürgen Jacobsen, die Kasseler Sparkasse, Thomas Fritz, Geschäftsführer der Firma Erika Reklame GmbH und die Dagmar + Matthias Krieger Stiftung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.