Verhältnisse normalisieren sich allmählich

Mega-Ansturm auf die Uni Kassel ist vorbei

Papierflut im Studierendensekretariat: Ilka Rohde (vorn) und Tatjana Jauering, die die Bewerbungsanträge für das neue Semester bearbeiten und einsortieren, haben derzeit einen vollen Schreibtisch. Foto: Schachtschneider

Kassel. Es wird wohl abermals auf einen Rekord hinauslaufen. Die Marke von 24.000 Studenten wird die Uni im bevorstehenden Wintersemester vermutlich knacken (Vorjahr: 23.700). So rasant wie in den vergangenen Jahren ist der Zuwachs an der Uni aber nicht mehr.

„Die Verhältnisse normalisieren sich allmählich“, sagt Beate Hentschel, Pressesprecherin der Hochschule.

Auf eine genaue Prognose der Studentenzahl zu Semesterbeginn Mitte Oktober will sich Mario Keim, Leiter des Studierendensekretariats der Uni, noch nicht festlegen. Die Einschreibefrist für die zulassungsfreien Fächer läuft schließlich noch bis Anfang Oktober. Die Nachfrage sei gut, für Kurzentschlossene gebe es aber in vielen Studiengängen noch Plätze.

Für die zulassungsbegrenzten Fächer ist die Bewerbungsfrist bereits abgelaufen. Für die 2615 begehrten Plätze sind insgesamt 15 000 Anträge eingegangen. Das Verhältnis von Bewerbern pro Studienplatz liegt demnach etwa 6:1. Damit ist das Missverhältnis etwas weniger krass als in den Vorjahren.

Zu den beliebtesten Fächern zählen nach wie vor Psychologie (1300 Bewerbungen auf 80 Plätze), Soziale Arbeit (2900:366) und Grundschul-Lehramt (1400:180).

Die Zahl der Studiengänge, die mit Numerus clausus (NC) belegt werden muss, weil die Nachfrage das Angebot übersteigt, ist weiter rückläufig. Gab es vor vier Jahren 43 NC-Fächer, sind es aktuell noch 25. Von den insgesamt 32 Bachelorstudiengängen sind 12 mit NC belegt (Vorjahr: 18). Auch das zeigt, dass der Zustrom inzwischen nicht mehr so stark gesteuert werden muss.

Durch die Fertigstellung des großen Hörsaal- und Campus-Centers sowie weiterer Neubauten hat sich auch die Raumsituation an der Uni entspannt. Viele Jahre musste die Hochschule auf externe Gebäude (darunter auch eine Kirche und Kinosäle) ausweichen, weil es nicht genug Hörsäle und Seminarräume gab.

Durch den drei Jahre dauernden Umbau der Uni-Bibliothek gibt es allerdings Engpässe bei den Lern- und Arbeitsplätzen für Studenten. Besserung ist erst in einem Jahr in Sicht: Dann soll das neue Selbstlernzentrum an der Moritzstraße eröffnen. Übergangsweise steht am Nachmittag die Mensa als Lernort zur Verfügung, auch im Campus-Center wurde ein provisorischer Arbeitsbereich eingerichtet.

Hintergrund: Notbetten zu Semesterbeginn

Viele Studienanfänger gehen jetzt auf Wohnungssuche. In den Wohnheimen des Studentenwerks werden zu Semesterbeginn etwa 300 (der insgesamt 1100) Plätze frei. Dem stehen 970 Bewerber gegenüber. Das Studentenwerk vermittelt auch Wohnungsangebote von privaten Vermietern. Diese Wohnungsbörse findet man auch online unter www.studentenwerk-kassel.de (Rubrik: Wohnen). Am Freitag, 25. September, 14 bis 17 Uhr, findet im Campus-Center ein „Speed-Dating“ für Wohnungssuchende, Vermieter und WGs statt. Für alle, die bis zum Semesterstart nicht fündig geworden sind, bietet das Studentenwerk zudem wieder Notbetten an.

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