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Nach Messerattacke am Stern: Polizei schließt Café Firat in Jägerstraße

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Von: Ulrike Pflüger-Scherb

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Nach einer Messerattacke auf einen Mann nahe der Haltestelle „Am Stern“ wurde das Café Firat geschlossen.
Brennpunkt in Kassel: Nach einer Messerattacke auf den Betreiber des Café Firat am Samstag - und einer Schlägerei am Sonntag - wurde das Lokal nun von der Polizei geschlossen. Inzwischen schwebt das Opfer nicht mehr in Lebensgefahr. Der mann befindet sich aber noch in einer Kasseler Klinik und wird behandelt. © A. Fischer

Kassel. Als Reaktion auf die gewalttätigen Auseinandersetzungen am Stern am vergangenen Wochenende ist das Café Firat in der Jägerstraße (Nordstadt) von der Polizei geschlossen worden.

Die Stadt Kassel hat die Schließung am Montag bestätigt.

Das Café soll so lange dicht bleiben, wie es die Aufklärung des Falls erfordere, so Stadtsprecher Sascha Stiebing. Damit soll auch ein Signal gegen die eskalierende Gewalt in dem Kriminalitätsbrennpunkt am Stern gesetzt werden, teilt Polizeisprecher Torsten Werner mit.

Am Samstagnachmittag war ein 38-jähriger Mann, nach Informationen der HNA handelt es sich dabei um den Betreiber des Cafés Firat, im Hinterhof seiner Gaststätte mit einem Messer lebensgefährlich am Hals verletzt worden. Mittlerweile soll der Mann aber außer Lebensgefahr sein - er wird aber noch in einem Kasseler Krankenhaus behandelt. Am Samstagabend hatte sich ein 27-jähriger Mann bei der Polizei gestellt und die Tat eingeräumt. 

Am Sonntagnachmittag kam es dann erneut zu einer Auseinandersetzung im Café Firat. Nach der Schlägerei durchsuchte die Polizei die Lokalität.

Am Montag haben sich Vertreter von Polizei, Stadt und Ordnungsamt zusammengesetzt, um die Lage am Stern neu zu beurteilen, so Werner. Dass es sich hier seit Jahren um einen Brennpunkt handele, stehe außer Frage. Nicht ohne Grund werde der Stern rund um die Uhr kameraüberwacht. Die Polizei habe zudem die Kontrollen in jüngster Zeit intensiviert, was sich auch zuletzt in mehreren Festnahmen wegen Drogenhandels niedergeschlagen habe.

Am Stern gebe es vermehrt Konflikte zwischen verschiedenen Nationalitäten, so Werner. Dabei gehe es häufig um Drogengeschäfte, aber auch um persönliche Konflikte. Die illegale Prostitution, die auch in dem Quartier stattfindet, spiele bei den Gewaltdelikten eher eine untergeordnete Rolle. Ob hinter der Tat am Wochenende rivalisierende Banden steckten, müssten die Ermittlungen zeigen, so Werner.

Hier ist das Café Firat

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