Kassel soll neuen Bildungscampus bekommen

Neubau für Hegelsbergschule: Stadt plant Standort am Nordstadtpark

So sieht sie derzeit noch aus: Die Hegelsbergschule im Stadtteil Nord-Holland gehört zu den Sorgenkindern der Kasseler Schullandschaft.
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So sieht sie derzeit noch aus: Die Hegelsbergschule im Stadtteil Nord-Holland gehört zu den Sorgenkindern der Kasseler Schullandschaft.

Seit Jahren gehört sie zu den Sorgenkindern in Kassels Schullandschaft: Die in die Jahre gekommene Hegelsbergschule in der Nordstadt soll nicht nur einen Neubau erhalten, sondern sie soll auch verlegt werden.

Kassel - Vorgesehen ist ein neuer Bildungscampus in der Nähe des Nordstadtparks, zu dem neben der Kooperativen Gesamtschule mit Haupt-, Real- und Gymnasialzweig auch eine neue Grundschule und eine Berufsschule gehören sollen. Noch müssen die Stadtverordneten aber die Pläne absegnen.

Das Schulprojekt wird neben weiteren Schulneubauten und Sanierungen von der GWGpro realisiert, einer Tochter der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG. „Ein starker jugendgerechter Lern- und Lebensort und damit ein Beitrag zur Aufwertung des Stadtteils soll entstehen“, sagt Peter Ley, Geschäftsführer der GWGpro. Aktuell laufe die Entwicklung eines Gesamtkonzeptes mit allen Beteiligten.

Die Lage der Schule auf dem Hegelsberg bringe viele logistische Probleme mit sich. Weil ein Neubau wegen des schlechten Zustands der Bausubstanz sinnvoll sei, müsse über einen neuen Standort nachgedacht werden. „Ein Neubau am Standort Hegelsberg ist aufgrund der Enge der Bebauung und fehlender Flächen ausgeschlossen“, so Ley. Die Schule müsste in diesem Fall zwei Jahre ausgelagert werden.

In Nachbarschaft zur Elisabeth-Knipping-Schule habe sich die Möglichkeit ergeben, ein Grundstück zu kaufen. In den Neubauten soll auch eine neue dreizügige Grundschule entstehen. Wegen der Planungen – es soll einen städtebaulichen Wettbewerb und einen Architektenwettbewerb geben – könne frühestens Ende 2023 mit dem Bau begonnen werden. Eine Fertigstellung wäre dann bis Ende 2025 denkbar. Die GWGpro kalkuliert mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Neben der Hegelsbergschule wird aktuell auch der Neubau der Offenen Schule Waldau von der GWGpro geplant. Die Ergebnisse des Architektenwettbewerbes sollen ab Mitte Juni vorgestellt werden.

Die Johann-Amos-Comenius-, die Georg-August-Zinn- und die Elisabeth-Knipping-Schule sollen ebenfalls saniert werden. Die ersten beiden wurden bereits bautechnisch untersucht. Zudem sind Erweiterungen für das Friedrichs- und Wilhelmsgymnasium in Vorbereitung. Mehr als 180 Millionen Euro will die GWGpro in den nächsten Jahren in die Schulen investieren. (Bastian Ludwig)

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