Gelände des früheren Unterstadtbahnhofs

Neues Jobcenter an der Wolfhager Straße nimmt Gestalt an

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Weit fortgeschritten: Der Neubau des Jobcenters auf dem Gelände des früheren Unterstadtbahnhofs. Ende des Jahres soll er bezogen werden. 

Kassel. Jahrelang lag das Gelände, auf dem sich früher der Unterstadtbahnhof befand, brach. Seit dem Herbst herrscht dort allerdings rege Bautätigkeit.

In den vergangenen Wochen konnte man förmlich zusehen, wie in direkter Nachbarschaft zum Baustoffhändler Dietrich das große Bauwerk aus dem Boden wächst. Wie berichtet, wird es nach Fertigstellung das Jobcenter der Stadt Kassel aufnehmen, das mit seinen rund 300 Mitarbeitern derzeit noch drei Standorte im Rathaus, am Grünen Weg (Arbeitsagentur) und an der Friedrich-Ebert-Straße hat. Drei Standorte erschweren ein reibungsfreies Arbeiten und bedeuten für die mehr als 17 000 Kunden mitunter mehrere Wege.

Das soll sich nach dem Umzug an die Wolfhager Straße ändern. Wann der genau sein wird, kann Jobcenter-Chef Christian Nübling derzeit nicht sagen. Er geht davon aus, dass der neue, 7700 Quadratmeter große Bürokomplex im Herbst fertiggestellt wird, „wenn das Wetter weiter so mild bleibt“.

Zurzeit ist die zweite Etage im Rohbau fast fertig, die dritte und das Dach sollen umgehend folgen. Dann steht der Innenausbau an, der nach Nüblings Einschätzung etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen wird. „Wenn wir aber doch noch eine länger anhaltende Frostperiode bekommen, verzögert sich alles“, weist Nübling auf Unwägbarkeiten hin.

Eigentlich hatten die Bauarbeiten etwa ein Jahr früher beginnen sollen. Da sich aber während der Planungsphase die Erfordernisse an das Jobcenter wegen des starken Flüchtlingszuzugs änderten und in der Folge der Platzbedarf wuchs, musste das gesamte Projekt überarbeitet werden.

Bauherr und Investor ist das Bielefelder Immobilien-Unternehmen Straßberger. Zu den Baukosten hat es bislang keine Angaben gemacht. Das Jobcenter mietet das Gebäude langfristig an.

So wird das Jobcenter zwischen Mombach- und Wolfhager Straße aussehen: modern, schlicht und klar in seinen Linien. Es wird vom Bielefelder Immobilien-Unternehmen Straßberger gebaut.

Es betreut aktuell in 12 000 so genannten Bedarfsgemeinschaften gut 17 000 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, wie die Hartz-IV-Empfänger auf Amtsdeutsch heißen. Bedarfsgemeinschaften können Familien sein, aber auch zusammen lebende Partner oder Wohngemeinschaften. In dieser Zahl enthalten sind sogenannte Aufstocker, die einen Job haben, aber nicht genügend für ihren Lebensunterhalt verdienen, und solche, die Arbeitslosengeld von der Bundesagentur beziehen, das aber unter den Regelsätzen liegt.

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