Eigentümerin investiert Millionenbetrag

Neues Wohnhaus entsteht neben Edeka an Eisenschmiede

Wohnen mit Türmchen: So soll der Neubau aussehen, wenn er nächsten Sommer fertig ist .

Von der seit dem Frühjahr laufenden umfassenden Sanierung des Edeka-Markts in der Nordstadt werden nicht nur die Kunden profitieren.

Als eine Art erfreuliches – und auch sehr ansehnliches – Nebenprodukt entsteht in einer Baulücke neben dem Edeka an der Eisenschmiede ein neues Wohnhaus. Darin werden acht Apartments geschaffen.

Seit Anfang April ist das frühere Industriegebäude, in dem sich der Edeka-Markt von Marco Wenzel befindet, Großbaustelle. Der Supermarktbetrieb ist vorübergehend in eine benachbarte ehemalige Lagerhalle ausgelagert. Derweil wird der lang vergessene Industriecharme des eigentlichen Edeka-Domizils wieder freigelegt. In der bis zu 12 Meter hohen Halle wurden in den 1920er-Jahren Kühlschränke hergestellt.

Kuppeldach kommt groß heraus: Jacob Nadolny (von links), Fabian Auel und Jan Andraos von der Firma Holzbau Hendrich bei den Arbeiten auf dem Dach des Edeka-Markts, der derzeit aufwendig saniert wird.

Weil die Decken in der heutigen Einkaufshalle bislang abgehängt waren, ahnte kaum jemand, dass der vermeintlich schlichte Flachbau ein attraktives langgezogenes Kuppeldach hat. Dieses wird im Auftrag der Eigentümerin, der Kasseler Unternehmerin, Renate Westhoff nun aufwendig saniert, sodass künftig über große Oberlichter Tageslicht in den hohen Raum fällt. Nach der Neueröffnung des Edeka, die für März nächsten Jahres geplant ist, soll das Flair an eine französische Markthalle erinnern, sagt Projektleiter Benjamin Reibold vom Kasseler Büro Ladleif Architekten.

Benjamin Reibold, Ladleif Architekten

Während der Planung habe sich abgezeichnet, dass eine neue Lösung für die Büro- und Personalräume gefunden werden müsse. Dabei sei zusammen mit der Bauherrin die Idee entstanden, auf der benachbarten Brachfläche an der Eisenschmiede einen Neubau zu errichten. Das Erdgeschoss wird für die Edeka-Nebenräume genutzt. Darüber entstehen auf vier Etagen jeweils zwei Wohnungen.

Bei den Drei-Zimmer-Apartments mit 60 bis 80 Quadratmetern Wohnfläche haben die Planer sowohl an studentische WGs als auch an Familien gedacht. Die oberen Geschosse werden mit einem Aufzug erreichbar sein, die Wohnungen in der ersten Etage barrierefrei.

Weil das Haus nicht unterkellert ist, entstehen Wasch- und Abstellräume ganz oben, wo auch eine Dachterrasse einen Blick über das Quartier bieten wird – vermutlich sogar bis zum Herkules. Durch einen angedeuteten Turm samt Spitze auf dem Dach und einen gerundeten Giebel zur Straße hin wird auch der Neubau einen Hauch von Altbau-Charme haben. Im Sommer 2020 sollen die Wohnungen laut Architekt Reibold bezugsfertig sein.

In das neue Wohnhaus sowie den Umbau des Edeka-Gebäudes investiert die Eigentümerin einen mittleren einstelligen Millionenbetrag.

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