Gäste werden in Tofufabrik erwartet

Partyszene in Kassel: Club "Unten" öffnet am Wochenende

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Freuen sich auf die Wiedereröffnung des Clubs: (von links) Ann Kristin Laack, Nils Kühn, Andreas Störmer, Giesa Krome, Klara Lena Haas, Mathias Jakob, Tim Sigwart, Jürgen Truß, Jessica Tomaszywski. 

Kassel. Wohl kaum jemand freut sich so sehr darüber, dass es in Kassel jetzt abwärts geht, wie Jürgen Truß. Er hat großen Anteil daran, dass der Kasseler Szene-Club „Unten“ am Wochenende wieder öffnet.

Mittlerweile herrscht ein Hochgefühl bei den „Unten“-Unterstützern, doch lagen ihre Nerven in den vergangenen Wochen öfter mal blank.

Der Standort

Im Juni 2016 musste der Konzert- und Partyclub im Kulturbahnhof schließen. Die Bahn hatte das Mietverhältnis gekündigt. Im März gab es die erste Erfolgsmeldung, man hatte einen neuen Standort gefunden: im Schillerviertel, in dem Gebäude der ehemaligen Kato-Tofufabrik – nur einen Kilometer vom alten Standort im Kuba-Nordflügel entfernt.

Der Zeitplan

„Der geriet massiv in Verzögerung“, räumt Jürgen Truß ein. Der Radiologe ist einer der Unterstützer des Unten und ist Mit-Organisator des Oben-Festivals an der Baunataler Knallhütte. Eigentlich sollte der Club zeitgleich mit der documenta am 10. Juni 2017 starten. Doch nachdem man die Baugenehmigung erst am 17. Mai in der Tasche hatte, sei schnell klar gewesen, dass man den Wunschtermin nicht halten kann. Am 10. Juni habe das Team noch mitten in einer großen Baustelle gestanden.

Die Komplikationen

Die gab es: Keine gravierenden, aber eben doch zeitraubende. Dabei sei es unter anderem um den Lärm- und Brandschutz gegangen. „Es gab keine Außentreppe und wir mussten ein Lärm-Gutachten vorlegen“, erklärt Truß. „Jetzt haben wir endlich alles und können eröffnen.“

Das Team

Hat tatkräftig bei den Bauarbeiten und der Organisation geholfen und dadurch die Kosten deutlich gesenkt, sagt Truß. Die liegen bei 50 bis 60.000 Euro. Durch ein Crowdfunding kamen 22.000 Euro zusammen und es gab Fördergeld in Höhe von 10.000 Euro. Auch persönlich sind die Hauptunterstützer des Clubs finanziell in Vorleistung getreten. „Wir drehen da ein großes Rad. Es wird Zeit, dass wir eröffnen. Das Geld ist fast aufgebraucht“, sagt Truß.

Neben dem Verein gehört zum „Unten“ ein Unterstützerkreis von etwa 50 Personen. Je nach Fähigkeiten habe sich jeder eingebracht. Viel Verständnis und Hilfe habe das Unten-Team auch vom Stadtbauamt und der Feuerwehr erhalten, sagt Truß. „Ohne deren wohlwollende Unterstützung wären wir noch nicht soweit.“

Das Haus

In dem etwa 900 Quadratmeter großen Gebäude ist im Untergeschoss der Club „Unten“. Das Erdgeschoss hat derzeit die documenta gemietet und das Obergeschoss ist noch nicht fertig. Es gebe schon Pläne dafür, die seien aber noch nicht spruchreif. Die drei Etagen würden stufenweise ausgebaut, erklärt Truß. Zu den Veranstaltungen im 200 Quadratmeter großen Club können über 200 Leute kommen.

Die Eröffnung

Wird am Wochenende gefeiert:Freitag (7. Juli 2017) sorgen Toni Moralz, hitekjaz, LC-26, E-Oma und Gäste für Unterhaltung. Samstag (8. Juli 2017): Chaosmo, Mileés Borghese, Jérémy Leclercq und Arth Goldau. Jeweils ab 20 Uhr.

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