Unternehmen aus Thüringen investiert 15 Millionen Euro

Wohnanlage an Wolfhager Straße fertiggestellt: Platz für 101 Studierende

Bei der Einweihung: Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (von links), Oberbürgermeister Christian Geselle, Matthias und Dagmar Krieger sowie Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt vor dem Neubau.
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Bei der Einweihung: Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (von links), Oberbürgermeister Christian Geselle, Matthias und Dagmar Krieger sowie Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt vor dem Neubau.

Mit der steigenden Zahl der Studierenden in Kassel auf fast 25 000 ist auch die Zahl der Wohnungen für diese Zielgruppe gestiegen. Nach Auskunft der Stadt sind in den vergangenen zehn Jahren 14 Bauprojekte für studentisches Wohnen realisiert worden. Eines der größten heißt „Studieren am Schillertor“.

Kassel - In dieser Woche wurde der fünfte und damit letzte Bauabschnitt der Wohnanlage an der Wolfhager Straße/ Ecke Sickingenstraße fertiggestellt und eingeweiht. Insgesamt bieten die fünf Häuser Platz für 101 Studierende.

2014 hatte die Unternehmensgruppe Krieger und Schramm das Bauvorhaben im Schillerviertel vorgestellt. Seitdem hat das thüringische Unternehmen 15 Millionen Euro in das Ensemble investiert. Bei der Umsetzung ließ sich Firmengründer Matthias Krieger von der Bauhaus-Architektur inspirieren, die ihn seit seinem Architekturstudium in Weimar fasziniert. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass alle fünf Gebäude Namen von Vertretern des Bauhauses tragen: Das neue Gebäude mit 25 Wohnungen für insgesamt 58 Bewohner trägt den Namen des Architekten Hannes Meyer.

Alle fünf Häuser sind komplett: Die Wohnanlage „Studieren am Schillertor“ hat 15 Millionen Euro gekostet. Sie steht nicht nur Studenten offen.

„Beim Bauhaus steht der Mensch im Mittelpunkt. Ein Gebäude wird von innen nach außen gedacht. Deshalb haben wir auch viel Licht in die Häuser geholt“, so Krieger. Anders als beim Jugendstil komme es nicht auf eine prunkvolle Fassade an.

Als die Thüringer erste Ideen für ein Bauvorhaben in Kassel erarbeiteten, hatten sie bereits die Zielgruppe der Studierenden im Fokus. „Wir haben in einem Radius von 500 Metern um die Uni ein Baugrundstück gesucht“, sagt Krieger. Im Schillerviertel wurde er fündig.

Auch wenn die Neubauten auch für andere Mietergruppen offen sind, weil keine staatliche Förderung geflossen ist, gehören doch vor allem die jungen Menschen zur Zielgruppe. So wohnen in den möblierten Wohnungen etwa auch Polizeischüler.

Um auch die Quartierentwicklung insgesamt voranzutreiben, hatte Krieger mit weiteren Gewerbetreibenden, Kulturförderern und Künstlern den Schillerviertel Verein gegründet. Das Quartier sei aus dem „Dornröschenschlaf“ erwacht. Was ihn aber störe, sei die Straßenprostitution. Dafür müsse die Stadt Lösungen suchen.

Weil Krieger und Schramm ein reiner Projektentwicklung und Bauträger ist, hat das Unternehmen bereits alle Neubauten an Investoren verkauft. An der Einweihung, bei der der Bauherr zugleich seine Auszeichnung mit dem „Ludwig Erhard Preis“ in Gold feierte, waren viele Vertreter aus Bauwirtschaft und Politik anwesend. Glückwünsche für den Excellence-Preis kamen von der hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, Oberbürgermeister Christian Geselle und dem Präsidenten der IHK Frankfurt, Ulrich Caspar. (Bastian Ludwig)

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