Hohes Bußgeld droht

Raser geht ins Netz: Mit über 100 Sachen durch Kassel

Das Blaulicht leuchtet, während Beamte der polizeilichen "Kontrolleinheit Autoposer Raser Tuner" (KART) einen verdächtigen Mercedes und dessen Fahrer kontrollieren.
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Raser fährt 146 km/h statt erlaubter 60. (Symbolbild)

In Kassel schnappt die Polizei einen Raser der mit über 100 Stundenkilometern unterwegs ist.

Kassel – Mit 146 Kilometern pro Stunde statt der dort erlaubten 60 war am Wochenende ein Fahrer auf der Holländischen Straße in Kassel in Richtung Vellmar unterwegs. Pech für den Raser: Zur selben Zeit fuhr ein Zivilwagen der Polizei auf der Strecke, ertappte den Mann und zog ihn aus dem Verkehr. Ihm drohen nach Abzug der Toleranz 600 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein dreimonatiges Fahrverbot.

Am Wochenende hatten die Beamten der AG Poser der Kasseler Polizei ihre Kontrollen gegen Raser und Autoposer auf den Straßen im Kasseler Stadtgebiet fortgesetzt. Dabei stellten sie an neun Fahrzeugen technische Veränderungen fest, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis geführt haben.

Zwei Fahrzeuge wurden sichergestellt

Gegen die Fahrzeughalter leiteten die Polizisten Bußgeldverfahren ein. Für zwei der Autobesitzer bedeutete die Kontrolle zudem das vorläufige Ende des Zurschaustellens ihrer hochmotorisierten Fahrzeuge, teilte die Polizei mit. Die Beamten stellten einen BMW und einen Audi, bei denen gravierende Veränderungen am Fahrwerk und an der Abgasanlage festgestellt wurden, sicher. Diese werden nun von einem KFZ-Sachverständigen begutachtet.

Bei einer der Kontrollen trafen die Polizisten zudem auf einen ihnen bekannten BMW-Fahrer, dessen Auto sie vor etwa fünf Wochen sichergestellt hatten. Bei der Überprüfung am Wochenende war an dem Auto nun nichts mehr zu beanstanden. Der Fahrer hatte nach der Begutachtung im Juni alle Veränderungen an dem Auto zurückgebaut oder ordnungsgemäß eintragen lassen. Wehmütig erklärte er den Polizeibeamten, dass er für die Abschleppung, Neuteile, TÜV-Abnahme und Zulassung etwa 4000 Euro gezahlt habe. Dabei seien die Kosten für das Bußgeld und das Gutachten der Polizei noch nicht mit eingerechnet.

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