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Schlachthof in Kassel fertig: Eröffnung nach Umbau am Freitag

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Von: Bastian Ludwig

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In der neuen Bar: Schlachthofmitarbeiter Marcel Klier und Antonio Diaz (von links) mit Umbau-Projektleiter Olivier Marhuenda, Schlachthof-Geschäftsführerin Christine Knüppel und Hochbauamtsleiter Axel Jäger. © Pia Malmus

Für fast zwei Jahre mussten die etwa 100 Mitarbeiter des Kulturzentrums Schlachthof ins Exil. Nun ging es zurück in die sanierten Räume.

Während der umfassenden Sanierung und des Umbaus war ein Weiterbetrieb am Standort nicht möglich. Nun ist die Schlachthof-Familie aus den zwischenzeitlich angemieteten Räumen wieder in die traditionsreiche Wirkungsstätte zurückgezogen. Am Freitag, 12. April, sind alle interessierten Kasseler von 16 bis 20 Uhr zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Neues Prunkstück des Kulturzentrums ist der angebaute Veranstaltungssaal, in dem 230 Menschen Platz finden. „Damit können wir nun auch größere Acts zu uns holen“, sagt Marcel Klier, der für das Programm im Schlachthof zuständig ist. Ungefähr 100 Konzerte, Lesungen und Theaterauftritte finden jährlich im Schlachthof statt.

Dank modernem Schallschutz und neuer Lüftungstechnik bleiben die Nachbarn künftig ungestört und das Raumklima auch bei hitzigen Konzerten erträglich. Zudem gibt es eine Hebebühne für schwere Instrumente und einen Backstage-Bereich.

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In der neuen Bar: Schlachthofmitarbeiter Marcel Klier und Antonio Diaz (von links) mit Umbau-Projektleiter Olivier Marhuenda, Schlachthof-Geschäftsführerin Christine Knüppel und Hochbauamtsleiter Axel Jäger. © Pia Malmus

Der größte Teil der 4,5 Millionen Euro Investition, die der Bund mit 3,4 Millionen bezuschusst hat, ist nach Auskunft von Hochbauamtsleiter Axel Jäger aber nicht in den neuen Saal, sondern in die beiden Bestandsgebäude geflossen. „Wir sind auf Balken gestoßen, die aus Kriegszeiten noch angesengt waren“, sagt Jäger. Nach 40 Jahren Kulturzentrumsbetrieb gab es zudem dringenden Bedarf, die Haustechnik und Sanitäranlagen wieder in Ordnung zu bringen. Zudem wurden beide Häuser barrierefrei umgebaut und durch zwei Aufzüge ergänzt.

Durch den neuen Veranstaltungssaal konnte der frühere Konzertraum in eine Bar umfunktioniert werden. Produktdesign-Studenten der Uni Kassel haben sich bei deren zeitgemäßen Einrichtung betätigt. Die ehemalige Bar wiederum wurde zu zwei separat nutzbaren und anmietbaren Räumen umgestaltet. Auch der große Saal wird für Privatfeiern vermietet und ist bereits stark nachgefragt.

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Blick in den Konzertsaal: Der Neubau verfügt über eine Hebebühne, mit der beispielsweise auch schwere Flügel auf die Bühne gehievt werden können. © Pia Malmus

Christine Knüppel, die Geschäftsführerin des Schlachthofes, freut sich auch über den Ausbau des Dachgeschosses im rechten Schlachthof-Torgebäude, wo sich neben dem Jugendzentrum und Schulungs- und Vereinsräumen nun auch die Verwaltung befindet. So wurde an anderer Stelle Platz frei für die zahlreichen sozialen Angebote des Schlachthofes, die von der Schuldner-, Sozial- und Migrationsberatung bis hin zu Sprachkursen, Stadtteilarbeit und Kinderbetreuung reichen.

„Es freut mich, dass der Schlachthof trotz der Modernisierung sein altes Flair behalten hat“, sagt Knüppel. Zum Tag der offenen Tür werde morgen auch die Bar die Besucher bewirten.

Von Bastian Ludwig

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