Sanierung der historischen Gottschalk-Halle für angehende Architekten und Landschaftsplaner hat sich verzögert

Umbau der alten Produktionshalle auf dem Campus-Nord der Uni Kassel soll im Spätherbst starten

Umbau soll noch dieses Jahr beginnen: Die alte Produktionshalle der Firma Gottschalk (rechts) wird für die angehenden Architekten hergerichtet.   
Archivfoto: Andreas Fischer
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Umbau soll noch dieses Jahr beginnen: Die alte Produktionshalle der Firma Gottschalk (rechts) wird für die angehenden Architekten hergerichtet. Archivfoto: Andreas Fischer

Die angehenden Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner der Universität Kassel warten schon lange darauf: Die historische Gottschalk-Halle auf dem Campus Nord sollte eigentlich schon seit zwei Jahren saniert werden. Für nächstes Jahr war bereits der Einzug geplant. Doch dann tat sich offenbar lange Zeit nichts.

Kassel - Dabei wird die ehemalige Produktionshalle der Kasseler Tuch- und Zeltfabrik Gottschalk dringend für den Fachbereich Architektur, Stadtplanung und Landschaftsplanung (ASL) gebraucht. Denn nach abgeschlossener Sanierung soll sie das Herzstück des Fachbereichs werden. In dem zweigeschossigen Backsteinbau, in dem vor über 20 Jahren noch die Firma Gottschalk produzierte, sollen die Studenten künftig Atelierräume sowie Einzelarbeitsplätze vorfinden. Diese seien bislang äußerst rar auf dem Campus, berichten Professoren des Fachbereichs gegenüber der HNA. Umso ärgerlich sei es, dass die Umbauarbeiten so lange auf sich warten ließen.

Dabei klingen die Pläne sehr vielversprechend. So beeindruckt das Industriegebäude vor allem durch seine filigrane Stahl-Deckenkonstruktion. Das Dachtragwerk soll bei den Sanierungsarbeiten instandgesetzt werden, aber in seiner Form erhalten bleiben.

Tatsächlich sollen die Bauarbeiten nun auch bald beginnen. „Gegenwärtig kann von einem Baubeginn im Spätherbst dieses Jahres ausgegangen werden“, so ein Sprecher des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen (LBIH). Die Fertigstellung sei für 2023 geplant.

Als Grund für die Verzögerungen nennt der Sprecher der Landesbehörde mehrfache Änderungen an den Planungen. Diese sorgten auch für eine Steigerung bei den Baukosten, die ursprünglich mit sieben Millionen Euro kalkuliert waren.

Wie teuer es nun wird, dazu sagt das LBIH nichts. Nur so viel: „Durch die seit der Kostenberechnung am Markt zu beobachtenden Baupreissteigerungen und einen insgesamt höheren baulichen Aufwand für Sanierung und Umbau des Bestandsgebäudes – unter anderem aufgrund der vorgefundenen Bodenverhältnisse – ist mit einer Kostenerhöhung zu rechnen.“

Teil der Planungen ist auch die Installation einer neuen Fußgängerbrücke, die die Produktionshalle mit dem Torhaus B verbindet, das ebenfalls vom ASL genutzt wird. Die alte Brücke war bereits abgerissen worden, weil sie baufällig war. (Bastian Ludwig)

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