Sanierung begann 2015

Uni-Bibliothek in Kassel nach zwei Jahren wieder in Betrieb

Lounge zum Lesen und Lernen: In der ersten und zweiten Etage der Bibliothek können die Nutzer in schöner Atmosphäre auch mal eine Pause machen. Klaus Sausmikat, Leiter der Bauabteilung der Uni, sowie Janina Kuck und Juliane Lindner vom LBIH haben es sich gestern schonmal bequem gemacht.  

Kassel. Nach knapp zwei Jahren Bauzeit geht am Dienstag der zentrale Teil der Uni-Bibliothek am Holländischen Platz wieder in Betrieb. Damit ist das erste Etappenziel beim Umbau des dreiteiligen Gebäudekomplexes erreicht.

Die Sanierungsarbeiten, die im Mai 2015 begonnen hatten, haben fast ein Jahr länger gedauert als geplant. Das Ergebnis kann sich jedoch sehen lassen.

Studierende und andere Nutzer, die noch in der alten Bibliothek gearbeitet haben, werden einen „kolossalen Unterschied“ bemerken, sagt Bibliotheksdirektor Dr. Axel Halle. „Wir hoffen, dass es einen Wow-Effekt gibt.“ Nicht nur optisch präsentiert sich das Gebäude nun hell und transparent, wo vorher Klinker dominierte und die Nutzer oft auf verwinkelten Wegen unterwegs war. Ein moderner Glasvorbau, auf dem in 73 Sprachen das Wort „Bibliothek“ zu lesen ist, soll die Besuchermassen ab sofort besser bewältigen. Täglich gehen 2000 bis 3000 Menschen in der Bibliothek ein und aus.

Hinter dem großzügigen Foyer mit Schließfächern erschließen Treppen und Fahrstuhl nun an zentraler Stelle alle Etagen des Gebäudes. Zuvor musste man auf seitliche Treppenhäuser ausweichen, um bis in den zweiten Stock zu gelangen. Aber auch akustisch werden die Nutzer das Ergebnis der Sanierung als Wohltat erleben, die auch dazu diente den Brandschutz zu verbessern: Die Decken wurden gedämmt, Glasscheiben in den offenen Galerien eingezogen und Teppiche verlegt. Dadurch wird viel Schall geschluckt, sodass ein ruhigeres Arbeiten möglich ist.

Die Bibliothek ist heute nicht mehr nur ein Ort, zum Bücherausleihen und Lesen, sondern vor allem auch zum Lernen. Dem tragen die 500 Lern- und Arbeitsplätze Rechnung, die im Mitteltrakt entstanden sind. Neben ruhigen Einzelarbeitsplätzen gibt es auch separate Räume für Gruppenarbeit, in denen auch Unterhaltungen erlaubt sind. Zum Lieblingsort vieler Studenten dürfte sich wohl der Lounge-Bereich im ersten und zweiten Stock entwickeln. Dort laden Sessel, Sofas und kleine Tischgruppen zum entspannten Lesen und Lernen in Wohnzimmeratmosphäre ein. Kleingruppen können sich in kabinenartige Würfel mit bunten Polsterbänken zurückziehen, die sogar einen in die Wand eingelassenen Monitor für die Arbeit an Präsentationen bieten. Auch mit einigen technischen Neuerungen wartet die Bibliothek auf: So gibt es etwa neue Rückgaberegale, die per Chiptechnologie erkennen, welches Buch eingestellt wird und es automatisch zurückbuchen.

Mit dem Mitteltrakt sei der schwierigste Teil des Umbaus geschafft, sagt Projektleiter Peter Bitterberg vom Landesbetrieb Bau und Immobilien (LBIH). Mit der Wiedereröffnung heute geht es nahtlos weiter im zur Mensa hin gelegenen Gebäudeteil C. Der dritte und letzte Teil A soll dann im Sommer 2019 fertig sein.

Uni-Bibliothek in Kassel: Erster Teil nach Sanierung fertig

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