Parteitag in Kassel

Nordhessen-CDU bestätigt Bernd Siebert mit 90,4 Prozent

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Bleibt an der Spitze der nordhessischen CDU: Bernd Siebert aus Gudensberg. 

Kassel. Die CDU Nordhessen setzt weiterhin auf Bernd Siebert als ihren Vorsitzenden. Der Ex-Bundestagsabgeordnete aus Gudensberg ist beim Parteitag mit 90,4 Prozent bestätigt worden. 

Für Bernd Siebert, der seit 1997 an der Spitze des Bezirksvorstandes steht, stimmten am Samstag 47 Delegierte aus den fünf Kreisverbänden, fünf stimmten gegen den einzigen Kandidaten. Mit deutlichen Voten wurden auch die vier Stellvertreter wiedergewählt. Von den 52 Stimmen erhielten Uwe Brückmann 45 (Werra-Meißner), Eva Kühne-Hörmann 43 (Kassel), Frank Williges 47 (Kassel-Land) und Thomas Viesehon 49 (Waldeck-Frankenberg. Zum Schriftführer wurde Mark Weinmeister (Schwalm-Eder) bestimmt. Beisitzer im Vorstand sind Michael Craciun (Werra-Meißner), Dominique Kalb (Kassel), Arno Meißner (Kassel-Land), Claudia Ravensburg (Waldeck-Frankenberg) und Jannik Schwebel-Schmitt (JU).

Gedrückte Stimmung nach der Bundestagswahl

Nach dem Ergebnis der Bundestagswahl war die Stimmung beim CDU-Parteitag in Kassel eher gedrückt. Bezirkschef Siebert, der selbst den Wiedereinzug verpasst hatte, betonte gegenüber den Delegierten, dass „nördlich von Gießen kein einziger CDU-Bundestagskandidat mehr übrig geblieben“ sei. Zur im Herbst 2018 anstehenden Landtagswahl warnte er vor einer ähnlichen Entwicklung. Das schlechte Bundestagswahlergebnis müsse schnell wieder korrigiert werden.

Siebert ist für die Große Koalition

Nach dem Scheitern der Jamaika-Koalition müssten CDU/CSU nun den „Scherbenhaufen“ wieder in Ordnung bringen, den andere angerichtet hätten, meinte Siebert. Er kritisierte die „unverantwortliche Haltung der FDP“, aber auch den SPD-Kanzlerkandidaten Schulz. Durch die von ihm angestoßene Nachzugsdiskussion habe er vor der Wahl wieder mit dem Thema Flüchtlinge angefangen, obwohl das längst erledigt gewesen sei. Um eine stabile Regierung zu bilden, sei aber die Große Koalition als einzige Möglichkeit verblieben. Der CDU-Bezirkschef appellierte an die nordhessische SPD, zu einer Großen Koalition zu stehen.

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