Verdi besorgt

Treuhänder für DRK-Klinik? Ringen um die Zukunft geht weiter

Die neue zweite Vorsitzende Kathrin Müller plädiert für einen Treuhänder, um die DRK-Klinken Nordhessen zu retten.
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Die neue zweite Vorsitzende Kathrin Müller plädiert für einen Treuhänder, um die DRK-Klinken Nordhessen zu retten.

Wie geht es künftig mit den DRK-Kliniken in Nordhessen weiter? Eine neue Vorsitzende plädiert nun für einen Treuhänder. Verdi hingegen zeigt sich besorgt.

Kassel – Das Ringen um die Zukunft der DRK-Kliniken Nordhessen geht weiter. Neu ist: Karin Müller ist in die Position der zweiten Vorsitzenden beim Verein Soziale Dienste und Einrichtungen (SDE) gerückt. Der Kaufunger Verein ist neben der DRK-Schwesternschaft einer der beiden Gesellschafter des Krankenhauses. Nach dem Abgang des Vorsitzenden Edgar Paul und nach dem kürzlichen Rücktritt des zweiten Vorsitzenden Andreas Siebert hat nun die ehemalige Leiterin des Gesundheitsamtes das Sagen.

Müller erklärt gegenüber der HNA, dass der Verein SDE dafür plädiert, auch auf Druck der Banken, einen Treuhänder einzusetzen, um einen Investor für das finanziell angeschlagene Haus zu finden. Es müsse einen neutralen Dritten geben, und zwar schnell, sagt Müller. Der andere Gesellschafter hatte gegenüber der HNA erklärt, auf einen Treuhänder verzichten zu wollen und selbst einen Partner zu finden. Wie die Schwesternschaft betont aber auch Müller, dass nur gemeinsam eine Lösung gefunden werden könne.

Ringen um DRK-Kliniken Nordhessen geht weiter - Verdi ist besorgt

Karin Müller ist zweite Vorsitzende beim Verein Soziale Dienste und Einrichtungen (SDE).

Unterdessen teilt die Gewerkschaft Verdi mit, dass sie mit Sorge auf die aktuellen Entwicklungen blicke. Die Gewerkschaft befürchtet, dass sich durch einen neuen Eigentümer die Lage für die Beschäftigten verschlechtere. „Schon jetzt gibt es keinen einheitlichen Tarifvertrag. Dadurch haben sie wenig Sicherheit, wenn ein möglicher neuer Eigentümer bei den Finanzen und beim Sparen mitreden möchte“, sagt der zuständige Gewerkschaftssekretär Florian Dallmann. Verdi fordert den unverzüglichen Eintritt der DRK-Kliniken in die Tarifgemeinschaft des DRK. (Robin Lipke)

In den DRK-Kliniken Nordhessen herrscht Unruhe. Es brodelt in Kassels ältestem Krankenhaus. Die Mitarbeiter fürchten um Jobs und Zukunft.

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