Flächendeckend schnelles Internet

Nordhessen will flächendeckendes Glasfasernetz aufbauen

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Gut besucht: Der nordhessische Messestand auf der Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München. Hier wurden die Pläne für das Glasfaser-Netz vorgestellt.

München/Kassel. Die fünf nordhessischen Landkreise wollen in den nächsten Jahren gemeinsam ein eigenes Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz aufbauen. Es soll nicht nur flächendeckend schnelles Internet ermöglichen, sondern auch die Logistik- und Energiewirtschaft nach Nordhessen locken.

Eine Machbarkeitsstudie hat inzwischen ergeben, dass ein nordhessenweites Glasfasernetz in Regie der Landkreise Chancen auf Verwirklichung hätte. „Wenn wir das hinkriegen, hätten wir als Region die Nase ganz weit vorn“, sagte Regionalmanager Holger Schach.

Er war zusammen mit Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke am Dienstag auf der weltgrößten Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München.

Derzeit würden zwischen den Landkreisen Konstruktionen besprochen, wie ein solcher Technik-Aufbau zu bewältigen wäre - etwa über eine interkommunale Besitzgesellschaft, die dann eine Betreiberfirma gründen würde. In 20 Jahren könnten sich die Investitionen nach Angaben des Regionalmanagers amortisiert haben. Telefonfirmen, die auf einer solchen technischen Basis dann Angebote im derzeit noch lückenhaft versorgten Nordhessen machen wollen, müssten sich bei den öffentlichen Eigentümern einkaufen.

Noch für dieses Jahr erwartet Schach, dass sich die fünf Landkreise Kassel, Werra-Meißner, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Hersfeld-Rotenburg zum Einstieg in den Glasfaser-Ausbau bekennen. Noch unklar sei, inwieweit die netzmäßig gut versorgte Stadt Kassel für eine Beteiligung zu gewinnen wäre.

Von Axel Schwarz

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