Sehr gute Konjunkturerwartungen

Nordhessens Wirtschaft bleibt in Bestform

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Läuft wie geschmiert: Die Vorderachsmontage im Mercedes-Benz-Werk in Kassel.

Kassel. Die nordhessische Wirtschaft befindet sich einem anhaltenden und breit aufgestellten Aufschwung. Und alles deutet darauf, dass sich diese Entwicklung in der nahen Zukunft fortsetzt.

Für das laufende Jahr wird auch regional ein Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent erwartet. Das ist das Ergebnis der Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg zu Jahresbeginn.

So stieg der Geschäftsklima-Index über alle Branchen, der der die aktuelle Lage und die Erwartungen für die nahe Zukunft abbildet, nochmals um 5,5 Prozent auf 123,7 Punkte. Fast 46 der Unternehmen beurteilen ihre Situation als gut, mehr als 48 Prozent als befriedigend und nur 5,8 Prozent als schlecht. Treiber und Stütze des aktuellen Booms sind nach Angaben der IHK Industrie und verarbeitendes Gewerbe, niedrige, Investitions-fördernde Zinsen und nicht zuletzt die im internationalen Vergleich hohe Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Hinzu kommt ein auf hohem Niveau konstant starker Groß- und Einzelhandel.

„Die Wirtschaft in unserem IHK-Bezirk geht mit guter Zuversicht in das Jahr 2018. Die Konjunktur gewinnt spürbar an Dynamik in fast allen Branchen. Wir stellen fest, dass die gegenwärtige Lage als sehr stark eingeschätzt wird. Hinsichtlich der künftigen Projektionen werden die Unternehmer aber etwas vorsichtiger“, resümierte IHK-Präsident Jörg Ludwig Jordan. Die IHK gehe von einem weiter steigenden Auslandsgeschäft und von einer wachsenden Beschäftigtenzahl aus. „Hinsichtlich des Arbeitsmarktes müssen wir aber feststellen, dass der Fachkräftemangel vorherrschendes Thema bei der Risiko-Einschätzung für die Unternehmen in der Region ist“. 58,5 Prozent der befragten Betriebe sähen darin die größte Unsicherheit für die wirtschaftliche Entwicklung, so Jordan.

Während sich das Bauhaupt- und Ausbaugewerbe seit Jahren im Dauerhoch befindet, bezeichnet das Gastgewerbe die Lage ganz überwiegend als gut oder befriedigend. Gut bis sehr gut ist die Lage bei Investitionsgüterproduzenten und Dienstleistern sowie in der Verkehrsbranche.

Allein das Kreditgewerbe klagt über eine schlechte Ertragslage und blickt mit Sorge in die überschaubare Zukunft. Gründe sind die anhaltende Niedrig-/Nullzinsphase, die Digitalisierung und die Bankenregulierung.

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