Es ist ein Entgegenkommen der Stadt

Kommentar zum Frauenschwimmen im Hallenbad Süd: Besser als nichts

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Kassel. Mehrere muslimische Frauen aus Kassel haben sich gewünscht, die Badezeiten für sie im Hallenbad Süd in Oberzwehren auszuweiten. Ein Kommentar dazu von HNA-Redakteurin Ulrike Pflüger-Scherb.

Wer schwimmt, der wünscht sich mitunter, dass es Zeiten gibt, in denen rücksichtslose Rückenschwimmer oder schwatzende Nebeneinanderschwimmer Badeverbot bekommen. Dieser Wunsch ist für ein öffentliches Bad genauso utopisch, wie Männer auszugrenzen. Es ist ein Entgegenkommen der Stadt, dass samstags das Hallenbad Süd zwei Stunden früher geöffnet wird, insbesondere für gläubige Muslima. Das ist nicht viel Zeit, aber besser als nichts.

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Zudem gibt es die Möglichkeit, dass muslimische Frauen Bäder in einem Burkini besuchen. Man erinnere sich an ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus dem vergangenen Jahr, das die Klage einer muslimischen Schülerin abwies. Das Gericht kam zu dem Ergebnis, dass es dem Mädchen zuzumuten ist, in einem Ganzkörperbadeanzug am Schwimmunterricht mit Jungs teilzunehmen.

Eins darf man bei dieser Debatte nämlich nicht vergessen: Wer in diesem Land lebt, sollte akzeptieren, dass die deutsche Gesetzgebung sowohl über der Bibel als auch über dem Koran steht.

E-Mail an die Autorin: use@hna.de

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