Pläne für Neubau neben der Klosterkirche

So soll die neue Kita in Nordshausen aussehen

Animation Kita Nordshausen
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Viel Holz und bunter Fensterrahmen: Die neue Kita in Nordshausen.

Die Entscheidung im Ortsbeirat war denkbar knapp. Mit fünf zu vier Stimmen gab es in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats ein Votum für den Neubau einer Kita neben der Klosterkirche.

Nordshausen - Die Pläne dafür liegen bei der Stadt bereits vor. Die eigens für solche Projekte gegründete GWG Pro der stätischen Wohnungsbaugesellschaft ist für den Neubau verantwortlich. Sie präsentierte jetzt den Entwurf des Kasseler A+, der nach Angaben der Stadt ganz auf Nachhaltigkeit setzt. Eine Holzkonstruktion mit bunt eingerahmten Fenstern, die flexibel nutzbar und komplett wiederverwertbar sei.

Die neue Kita soll Platz für 127 Kinder von zwölf Monaten bis sechs Jahren bieten und bis August 2022 fertiggestellt sein.

An dieser Planung soll offenbar nicht mehr gerüttelt werden. Die Grünen im Stadtteil hatten zuletzt kritisiert, dass durch den Neubau eine weitere Bodenversiegelung stattfinde und sich für einen anderen Standort eingesetzt. Die Überparteilichen sind mit dem ganzen Verfahren nicht einverstanden und fordern mehr Mitsprache ein.

Eine Reaktion auf die Debatte vor Ort, wo auch Unterschriften gesammelt werden, ist die Öffnung des Kitageländes. Der untere Teil des derzeit als Spielplatz genutzten Geländes soll ohnehin erhalten bleiben. Mit dem Ende des Kitabetriebs am Nachmittag sowie am Wochenende soll auch das übrige Gelände frei zugänglich sein.

Das Gebäude sei so geplant, dass ohne großen Energieaufwand das ganze Jahr über angenehme Temperaturen in der Kita herrschen, sagt GWG-Geschäftsführer Peter Ley. Dafür sorge im Winter unter anderem die Nutzung der Umweltwärme durch eine Wärmepumpe und im Sommer das begrünte Dach.

Auch bei Hitze draußen soll es in der Kita angenehme Temperaturen geben. Die Flächen der großen Fensteranlagen nach Süden erhalten eine Sonnenschutzverglasung, im Hof bleibt der alte Baumbestand erhalten. Darüber hinaus kann das Gebäude laut GWG über eine Temperatur- und Zeitsteuerung mit kühler Nachtluft versorgt werden. Zur Konzeption für die neue Kita gehört der Schwerpunkt Bewegung und Ernährung mit eigener Caféteria. Es gibt Spielflure, an den Decken können Schaukeln oder Kletterwände angebracht werden. „Hier entsteht ein außergewöhnliches Haus für Kinder mit einem besonderen pädagogischen Konzept“, sagt Jugenddezernentin Ulrike Gote.

Ortsvorsteher Christian Knauf (SPD) ist jedenfalls froh, dass der Startschuss gefallen ist. Der Bedarf für die neue Kita sei groß. Zudem werde es weiter einen öffentlich zugänglichen Spielplatz geben. (Thomas Siemon)

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