Mitarbeiter des Klinikbetreibers streikten erneut für einen Tarifvertrag

Nur Notdienst bei Wicker

Wollen einen Tarifvertrag: Die Bediensteten der Wicker-Kliniken versammelten sich gestern Morgen zu einer Kundgebung vor der Habichtswaldklinik in Bad Wilhelmshöhe. Foto: Fischer

Kassel. Die Mitarbeiter des Bad Wildunger Klinikbetreibers Werner Wicker KG haben gestern erneut die Arbeit niedergelegt. Auch in der Habichtswaldklinik in Bad Wilhelmshöhe wurde der Betrieb von der Küche bis zur Pflege nur mit einer Notdienstmannschaft bestritten.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di hatte zu dem eintägigen Warnstreik aufgerufen. Damit wollen die Mitarbeiter die Geschäftsführung dazu bringen, Verhandlungen über einen Tarifvertrag aufzunehmen. Der Klinikbetreiber ist dazu aber erst ab 2013 bereit.

Verhandlungen festgefahren

Derzeit sei die Situation festgefahren, sagte der Ver.di-Fachsekretär Gesundheit, Florian Dallmann, gegenüber der HNA. Die Wicker-Mitarbeiter würden nun voraussichtlich bis Mitte Januar eine Streikpause einlegen – Zeit, die der Arbeitgeber nutzen solle, um seine Haltung gegenüber den Ver.di-Forderungen zu überdenken, sagte Dallmann.

Nach seinen Angaben beteiligten sich gut 250 Mitarbeiter an einer Kundgebung vor der Habichtswaldklinik. Im Anschluss zogen sie durch die Kasseler Innenstadt. „Verhandlungen jetzt!“, stand auf einem der Plakate, mit denen die Wicker-Mitarbeiter die Öffentlichkeit über ihre Forderungen informieren wollten.

Von Marcus Janz

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