Spezialambulanzen im Kinderkrankenhaus

Nur Notfälle kommen noch dran

Kassel. Das laufende Quartal ist noch nicht einmal zu einem Drittel um, doch die einzigen pädiatrischen Spezialambulanzen für Kinder und Jugendliche in der Region, die im Kinderkrankenhaus Park Schönfeld angesiedelt sind, vergeben ab sofort keine neuen Termine mehr.

„Solange die gesetzliche Vorgabe nicht erfüllt ist, sehen wir uns gezwungen, Kinder und Jugendliche nur noch in Notfällen aufzunehmen und bei Bedarf stationär zu behandeln“, sagt der Ärztliche Direktor des Kinderkrankenhauses, Prof. Dr. Friedrich K. Tegtmeyer. Die Kinderärzte der Region seien darüber informiert worden.

Hintergrund sind die in der vergangenen Woche zunächst gescheiterten Vergütungs-Verhandlungen mit den gesetzlichen Krankenkassen. Obwohl seit 2009 gesetzlich vorgeschrieben sei, dass die Krankenkassen Spezialambulanzen in der Kindermedizin kostendeckend vergüten müssen, sei in ganz Hessen bislang keine schriftliche Vereinbarung über eine angemessene Bezahlung erreicht worden. Die Preisvorstellungen der Krankenkassen seien so niedrig, dass die Kosten der Ambulanz noch nicht einmal zur Hälfte gedeckt seien.

In den pädiatrischen Spezialambulanzen werden jährlich mehr als 2000 Kinder und Jugendliche mit schwerwiegenden und chronischen Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes behandelt. (hei)

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