HNA-Meinung

Kommentar zur Panzerfabrik in Algerien: "Notwendiges Übel"

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José Pinto über die Panzerfabrik

Der Rüstungskonzern Rheinmetall will eine Panzer-Fabrik nach Algerien exportieren. Für den HNA-Redakteur José Pinto ist das ein notwendiges Übel. Ein Kommentar.

Rüstungsgeschäfte – zumal mit autoritären Staaten – haben immer ein Geschmäckle. Die Frage ist jedes Mal dieselbe: Können wir Ländern, die nicht nach unseren demokratischen Vorstellungen ticken und Menschenrechte missachten, Waffen an die Hand geben?

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- Panzer für Algerien: Rheinmetall baut Fabrik und liefert moderne Füchse

Vielfach müssen wir sie verneinen, worauf dann andere, weniger moralisch denkende Staaten gern einspringen. Aber es gibt eben auch Grenzfälle. Und Algerien ist unbestritten einer. Das Land funktioniert zwar nicht nach unseren demokratischen Regeln, aber es hat Züge europäischen Politikverständnisses. Und es hat vor dem Hintergrund zunehmender Instabilität und Radikalisierung der gesamten Region eine aus westlicher Sicht wachsende geopolitische Bedeutung. Umringt von Staaten, in denen zum Teil das Chaos herrscht, gilt es, diesen Stabilitätsfaktor zu stärken. Und dazu gehören eben auch Waffen zur Sicherung der langen Grenze.

Natürlich wäre wünschenswert, in einer friedlichen Welt ohne Panzer, Geschütze und Gewehre zu leben. Aber das ist illusorisch. Waffen und Geschäfte mit ihnen bleiben wohl für immer ein notwendiges Übel. E-Mail an den Autor: jop@hna.de

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