NPD-Kundgebung am Samstag auf Leipziger Platz - Gegendemo geplant

Kassel. Die vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte NPD wird am Samstag ab 16 Uhr auf dem Leipziger Platz eine Kundgebung veranstalten.

Den Wunsch der NPD, die Veranstaltung auf dem Friedrichs- oder Königsplatz abzuhalten, habe die Stadt nicht erfüllt, sagte ein Sprecher.

Die Mitglieder der NPD fahren seit Juli durch Deutschland, um für ihre Ansichten zu werben. Allerdings sind bislang bei den Veranstaltungen mehr Gegendemonstranten als Anhänger erschienen.

Mehrere hundert Gegendemonstranten standen vor einer Woche bei Kundgebungen in Frankfurt und Wiesbaden jeweils einer einstelligen NPD-Anhängerschaft gegenüber.

In Darmstadt wollte der Oberbürgermeister die NPD-Kundgebung am Freitag gar verbieten. Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel hat am Donnerstagnachmittag dieses Verbot für rechtswidrig erklärt. Auch bei der Stadt Kassel habe man kurzfristig über ein Verbot nachgedacht, sich aber aus juristischen Gründen dagegen entschieden, so ein Sprecher.

Ein Bündnis aus allen in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien, der Ausländerbeirat und andere Gruppen haben ebenfalls ab 16 Uhr eine Gegenkundgebung an der Leipziger Straße/ Ecke Burgstraße angemeldet. OB Bertram Hilgen und Ministerin Eva Kühne-Hörmann nehmen daran teil. (use)

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